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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : nach schneiden fehlen ein paar mehr sekunden, als vorgesehen


Troete
02.07.2004, 15:41
wenn ich eine datei mit mpeg2schnitt bearbeitet habe und sie dann muxe, fehlen einige sekunden an den anfängen der geschnittenen blöcke. :?

wenn ich die datei mit projectX erneut demuxe und dann wieder muxe, sind die "fehlenden sekunden allerdings wieder da... :shock:

die angegebenen filmlängen sind allerdings bei beiden versionen gleich.

Wie kommt das?

gesamtproblem hab ich hier geschrieben:
http://forum.dvbtechnics.info/viewtopic.php?t=1082

Martin
02.07.2004, 22:53
Hallo Troete,

das ist interessant, ich weiß aber noch keine Antwort.

Sind die Schnitte vor dem Muxen richtig?
Was macht ein anderer Muxer?
Fehlt Bild und Ton an den Schnittpunkten? (keine Asynchronität)
Gibt es Unterschiede in den Videodateien (an den Schnittstellen) vor dem Muxen und nach dem Demuxen? (Mpeganalysator von der PVAStrumentoseite)

Martin

Troete
05.07.2004, 17:34
hi martin!

sorry für die verwirrung, die ich hier gestiftet habe... :oops:

also, es ist komisch... ich habe mir nach dem schneiden das video angeschaut; hatte 2 werbepausen herausgeschnitten... bei beiden fehlten die ersten sekunden des neuen blocks... dann habe ich (da die datei "relativ" gross war) die tonspur verkleinert und das video mit der kleineren tonspur auch an den entsprechenden stellen angeschaut - dort war alles drauf. dann wieder das erste angeschaut: dort fehlten sie...

habe dann später nem freund die beiden videos gezeigt - plötzlich waren die "fehlenden" sekunden auch bei dem ersten video da! :shock:

die videos habe ich übrigens mit dem windows-mediaplayer9 angeschaut.

naja, ich habe mich ziemlich gewundert, auch über die größe des videos. daher habe ich erstmal diesen thread im "allgemeinen" geschrieben - mit vielen fragen... und dann den hier eröffnet, da ich meinte, das "problem" doch noch einschränken zu können... :oops:

ok, erste newbie-blamage zum einstand... :baby: - hat sich irgendwie erledigt... :oops:

da ich nicht schon wieder einen neuen sinnlosen beitrag schreiben möchte, stelle ich hier mal eine bestimmt blöde frage:

wenn die dateigrößen nicht mit den videolängen korrelieren [1x 44min. = <700MB; 1x 44min. = >800MB], kann es sein, dass unterschiedliche sender unterschiedlich viele daten in der gleichen zeit senden? :oops: [wohlgemerkt: bei gleicher auflösung/audioqualität]

Charles
05.07.2004, 20:05
kann es sein, dass unterschiedliche sender unterschiedlich viele daten in der gleichen zeit senden?

Yepp das kann sein! Da ist die KBit/Sec des Videostreams ein sehr großer Faktor. Vielleicht hast Du ja mal eine MP3 erstellt: Wenn Du 96 Kbit encodierst, hast Du eine sehr kleine Datei mit schlechtem Klang, machst Du das gleiche Lied mit 320 Kbit ist die Datei sehr groß und qualitätsmäßig natürlich sehr viel besser. Beide MP3 haben die gleiche Abspiel-Dauer, nur die Größe ändert sich mit der Qualität-Stufe. Bei Video-Dateien ist das genauso...

Grüße
Charles

Troete
05.07.2004, 22:04
Yepp das kann sein! Da ist die KBit/Sec des Videostreams ein sehr großer Faktor.
Grüße
Charles

hm, wo kann ich so etwas denn auslesen? bei den dateiinfos unter projectX steht bei beiden dateien:

V:720x576, 25fps,

A: mpeg-1, layer2, 48000hz, stereo, 192kbps, crc

bei der "kleineren" [90min = ca 1.250 MB] datei steht unter video 15000000bps

bei der "großen" datei [44min = ca. 850 MB] datei steht unter video 9570400bps

was bedeuten diese zahlen? :oops: [also die bps; die sind ja bei der großen datei kleiner und umgekehrt...] und wie wirkt sich das auf die länge/qualität des films aus?

_______________________
sorry, wenn ich nerve, postet einfach ein paar gute links, wo ich mir die grundlagen ansesen kann... :oops:

damit ich die boardstruktur nicht wegen meiner unwissenheit durcheinanaderbringe, wäre es wohl gut, wenn ich mich jetzt mal auf diesen http://forum.dvbtechnics.info/viewtopic.php?t=1082 thread beschränke - meine anfängerfragen sind da bestimmt besser aufgehoben :oops:

Charles
05.07.2004, 23:02
Hallo Troete,

wenn Du einen Film streamst, wird (meist) die maximale bps gesetzt, nämlich 15000000bps. Das ist nicht der tatsächliche Wert, sondern der maximal mögliche. Ein Film wird immer in variabler Bitrate gesendet, so daß viel bps bei "viel aKtion" verwendet wird und wenig bps bei ruhigen Szenen. Wann wieviel bps verwendet wird, entscheidet der Encoder: immer soviel wie nötig und so wenig wie möglich.

Wenn Du die Bitrate des Filmes über die ganze Länge wissen willst, müsstest Du ein MPEG2-Infotool suchen (ich glaube MpegExplorer könnte so was??), oder den Film mit ProjectX demuxen. Da siehst Du auch schon an der grafischen Anzeige links wie die BPS beim Analysieren/Demuxen schwankt. Am Ende wirst Du eine durchschnittliche BPS über den ganzen Film angezeigt bekommen, der dann den tatsächlichen Wert entspricht.

Grundsätzlich sollte ein Film mit Hoher durchschnittlicher BPS eine bessere Bildqualiät haben. Je niedriger die BPS desto mehr Informationen gehen verloren, das Bild wird unschärfer und der Hintergrund sieht dann "fleckig" aus, vor allem bei Bewegung.

Wenn Du's genau wissen willst, könntest Du ja mal einen kleinen Schnipsel Video mit TMPGEnc mal mit 500 KBit und mal mit 2500 Kbit encodieren und das Ergebnis vergleichen, dann siehst Du den Unterschied. Im Extremen sieht man's einfacher...

Grüße
Charles

Troete
05.07.2004, 23:38
ah, ich glaube, ich verstehe... :)

wird von projectX evtl. auch erst die "richtige", benötigte rate zugewiesen? das würde erklären, warum ich zuerst den maximalwert hatte und dann hinterher die niedrigeren werte...

danke!

Charles
06.07.2004, 08:36
Genau. Beim Demuxen trägt ProjectX die tatsächliche, reale BPS ein. So ist nach dem Demuxen der richtige Wert gespeichert.

Wenn Du ein Video zB. im Mpeg2Schnitt öffnest, siehst Du die BPS des ersten Frame, d.h. der Rest des Filmes kann ganz andere Werte ausweisen.

Grüße
Charles

Martin
08.07.2004, 21:39
Hallo,
Wenn Du ein Video zB. im Mpeg2Schnitt öffnest, siehst Du die BPS des ersten Frame,
Der ersten GOP. Das heißt man sieht was im Sequenzheader der ersten GOP eingetragen ist.
d.h. der Rest des Filmes kann ganz andere Werte ausweisen.
Ja, aber ProjektX und Andere können in den Sequenzheader der ersten GOP die durchschnittliche Bitrate eintragen. Die Frage ist wie stark die Bitrate schwankt (VBR).

Martin