Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Signale gibt ein Satreceiver aus ?
Thomas123
26.07.2006, 21:53
Hi,
Würde gern den Signalweg von DVB-S verstehen.
Beim DVB-S Signal handelt es sich ja um ein digitales QPSK moduliertes Signal.
Der LNB in der Schüssel wandelt das Signal dann in die 1. SAT-ZF um. Handelt es sich dann immer noch um ein digitales Signal nur in einem anderen Frequenzbereich ?
Was macht dann der Satreceiver ? Ließt er den MPEG-2 TS aus wandelt ihn in ein analoges PAL-Signal ?
Welche Signale liegen an den Ausgängen vom Satreceiver an ?
analoges FBAS, RGB ?
Viele Grüße
Thomas
kommt auf deinen receiver an. über scart bekommst du gewönlich analoge signale raus. ein röhrenfernseher versteht ja nichts anderes. ich habe z.b. einen lcd hdtv fernseher mit hdmi eingang. wenn der receiver nun einen hdmi ausgang hat (oder dvi) kann er das panel digital ansteuern ohne verlust durch da-ad wandlung.
Das ist eigentlich ein Job für Hagge, der kann das bestimmt viel besser erklären.
Handelt es sich dann immer noch um ein digitales Signal nur in einem anderen Frequenzbereich ? Ja
Ließt er den MPEG-2 TS aus wandelt ihn in ein analoges PAL-Signal ? Ja, nur ein Festplatten Receiver speichert den digitalen Strom 1:1 und decodiert erst bei der Anzeige.
analoges FBAS, RGB ? Kommt wohl darauf an, welche Ausgänge er hat. Das sollte eigentlich in den technischen Daten der Bedienungsanleitung stehen. Mein Topf hat RGB, FBAS (CVBS), S-Video und YUV
Hallo,
das LNB besitzt einen Oszillator. Dieser erzeugt ein Signal, daß im Mischer mit dem empfangenen Signal gemischt wird. Was dabei rauskommt, ist lediglich die Differenz. Beispiel: Empfangsfrequenz=12265MHz, Oszillatorfrequenz=10600MHz ergibt 1665MHz. Die hohen Frequenzen um 12GHz könnte man nämlich garnicht über ein normales Koaxkabel weiterleiten. Selektiert werden dabei aber noch keine Sender, es befinden sich auf dem Koaxkabel viele Sender im Bereich von 950-2150MHz, immer noch digital.
Der Satreceiver selektiert durch Filtern den gewünschten Transponder (= eine Frequenz) heraus. Man erhält ein QPSK-moduliertes Signal, daß demoduliert wird. Das modulierte Signal enthält bis zu 10 Fernsehprogramme. Ein Prozessor filtert nur ein Programm aus dem TS-Stream heraus. Video ist hierdrin meist mpeg2-komprimiert, Audio mpeg1 Layer 2 (=MP2) oder AC3. Video- und Audiodecoder (Software im Prozessor) decodieren diese Signale. Weil es eben ein Prozessor macht, liegen diese dann noch digital vor. Ein D/A-Wandler wandelt diese von einem digitalen in ein analoges Signal um. Dieses kann nun auf verschiedene Wege zum TV gesendet werden. Beispielsweise über einen UHF-Modulator, der an die Antennenbuchse angeschlossen wird (wieder in HF modulieren und im TV demodulieren bedeutet schlechtere Qualität, bei Audio oft auch nur in mono). Besser ist es über Scart. Audio wird dort R/L einzeln übertragen. Auch wenn RGB/S-Video über Scart möglich wäre, denke ich, daß meist nur FBAS verwendet wird.
Gruß
akapuma
Hallo akapuma,
sehr schöne Erklärung. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Auch wenn RGB/S-Video über Scart möglich wäre, denke ich, daß meist nur FBAS verwendet wird.
Nur hier, das stimmt nicht. Nahezu alle Digitalreceiver bieten sehr wohl die Möglichkeit, per RGB, S-Video oder gar YUV die Signale in einer weit besseren Qualität and das Anzeigegerät weiterzuleiten, als nur per FBAS.
Wie Oozoon ja auch schon schrieb, gibt es sogar Receiver mit HDMI/DVI-Ausgang, die das Signal sogar rein digital weiterreichen, somit also komplett verlustfrei und damit der bestmöglichen Qualität. Das sind allerdings bisher nur sehr hochwertige Geräte, meist für HDTV-Empfang.
Gruß,
Hagge
Nahezu alle Digitalreceiver bieten sehr wohl die Möglichkeit, per RGB, S-Video oder gar YUV die Signale in einer weit besseren Qualität and das Anzeigegerät weiterzuleiten, als nur per FBAS.Du hast recht. Weil ich mir nicht sicher war, hatte ich auch "denke ich" geschrieben. Ich hab mal bei Markenreceivern nachgeguckt (technisat MF4-S, Kathrein UFS712), die können alle RGB und S-Video.
Gruß
akapuma
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