Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Problemlose PVA-Datei - demuxte Files katastrophal
jacky_smith
06.03.2006, 17:47
Hallo an die Experten!
Ich habe heute den Beginn des Vasa-Laufs in Eurosport aufgenommen.
Software WTV 3.02 und Hardware Nexus-S + PC mit Athlon 2400+
Die Wiedergabe des PVA-Files funktioniert am PC bis auf einen kleinen Bereich bei etwa 14:25 Minuten ansonsten einwandfrei und ohne ruckeln.
Nach dem Demuxen mit Project-X staunte ich nicht schlecht, als ich die mpv-Datei mit mpeg2schnitt öffnete und das Video nur noch ruckelte über die gesamte Länge.
Die nachstehende Log-Datei von Project-X spricht Bände.
Die erzeugte mpv-Datei ist auch nur etwa 1/4 so groß wie die pva-Datei, so dass dort mit Sicherheit viele Frames aus der pva-Datei fehlen.
Versuchsweise habe ich auch mit PVAStrumento demuxt, aber ebenso Fehler ohne Ende erhalten.
Wie kann das sein?
Hier werden offensichtlich viele Frames, die - zumindest nach visueller Kontrolle - in der pva-Datei vollständig vorliegen, beim Demuxen "unterschlagen" bzw. nach einer Störstelle kann sich ProjectX - vereinfacht gesagt - nicht mehr einklinken und den Demuxvorgang korrekt fortsetzen.
Kann eine Störstelle u.U. den Demuxvorgang so aus dem Tritt bringen (gilt ja nicht nur für ProjectX) während die pva-Datei zu 99% intakt scheint?
Das ganze ist mir ein Rätsel.
Kann ich die pva-Datei in die Tonne werfen?
Ich bin für jede Hilfe dankbar.
Log-Datei von ProjectX 0.90.3.01 (31.01.2006) in Auszügen
-> arbeite an Zusammenstellung 0
-> normale Logdatei automatisch speichern
-> schreibe Videodaten
-> schreibe alle anderen Daten
-> erstelle *.idd Projektdatei bei demux: Mpeg2Schnitt idd Version: V2/A3
-> composite.display.flag unwirksam machen
-> Sequenzendcode am Ende anfügen
-> Auflösung in SDE setzen
-> PVA: Audio nur formatgerecht behandeln
-> VOB: versch. Cell-Zeitlinen beachten
-> TS: ignoriere verschlüsselte Pakete
-> TS: erweiterte Paketinhaltsuche
-> TS: verbinde Dateisegmente (Dreambox®)
-> TS: generiere PMT inhaltsbezogen
-> akzept. nur geschlossene PES/TS Pakete
-> verbinde verschiedene Aufnahmen
-> 1.PES-Paket muß mit Video starten
-> generiere PCR/SCR aus PTS
-> schreibe Ausgabedateien nach: 'I:'
-> Eingabedatei 0: 'H:\wasalauf.pva' (2.328.547.656 Bytes)
-> Dateityp ist PVA (PES Container of TT®)
-> demultiplexe
-> gefunden: ID 0x1 @ 0
-> ID 0x1 (Video)
-> gefunden: ID 0x2 @ 92160
-> ID 0x2 (non-Video) hat PES-ID 0xC0 (MPEG Audio)
-> Videoeigenschaften: 704*576 @ 25fps @ 0.6735 (4:3) @ 10000000bps, vbvPuffer 109
-> starte Export von Videodaten bei GOP# 0
!> verwerfe überflüssige B-Frames bei GOP# 0 / neuer Zeitindex 00:00:00.000
!> ID 0xC0 (sub 0x0) packet# 10599, big PTS difference: new 1600653449, old 1593454169
!> verwerfe GOP# 1800 bei orig. PTS 04:55:05.460 (1593491428)
!> Bilder erw./gez. 12/13, inGOP PTS Diff. 61640ms, neuer Zeitindex 00:14:23.920
!> Start-PTS von GOP# 1805 ist kleiner als das Ende der letzten GOP.. (erw. 1599265828)
!> verwerfe GOP# 1805 bei orig. PTS 04:56:09.500 (1599255028)
!> Bilder erw./gez. 12/12, inGOP PTS Diff. 0ms, neuer Zeitindex 00:14:25.840
!> GOP# 1806 hat keine PTS, nutze GOP Zeitindex für Synchronisation
!> PTS Differenz von 7257600 (00:01:20.640) zur letzten exportierten GOP festgestellt
!> verwerfe überflüssige B-Frames bei GOP# 1806 / neuer Zeitindex 00:14:25.840
!> Start-PTS von GOP# 1807 ist kleiner als das Ende der letzten GOP.. (erw. 1606566628)
!> verwerfe GOP# 1807 bei orig. PTS 04:56:10.340 (1599330628)
!> Bilder erw./gez. 12/12, inGOP PTS Diff. 0ms, neuer Zeitindex 00:14:26.240
!> Start-PTS von GOP# 1808 ist kleiner als das Ende der letzten GOP.. (erw. 1606566628)
!> verwerfe GOP# 1808 bei orig. PTS 04:56:10.700 (1599363028)
!> Bilder erw./gez. 12/12, inGOP PTS Diff. 0ms, neuer Zeitindex 00:14:26.240
!> Start-PTS von GOP# 1809 ist kleiner als das Ende der letzten GOP.. (erw. 1606566628)
!> verwerfe GOP# 1809 bei orig. PTS 04:56:11.060 (1599395428)
!> Bilder erw./gez. 12/12, inGOP PTS Diff. 0ms, neuer Zeitindex 00:14:26.240
!> GOP# 1810 hat keine PTS, nutze GOP Zeitindex für Synchronisation
!> PTS Differenz von 129600 (00:00:01.440) zur letzten exportierten GOP festgestellt
!> verwerfe überflüssige B-Frames bei GOP# 1810 / neuer Zeitindex 00:14:26.240
!> Start-PTS von GOP# 1811 ist kleiner als das Ende der letzten GOP.. (erw. 1606739428)
!> verwerfe GOP# 1811 bei orig. PTS 04:56:11.700 (1599453028)
!> Bilder erw./gez. 12/12, inGOP PTS Diff. 0ms, neuer Zeitindex 00:14:26.640
...
...
!> Start-PTS von GOP# 1969 ist kleiner als das Ende der letzten GOP.. (erw. 1612701028)
!> verwerfe GOP# 1969 bei orig. PTS 04:57:28.940 (1606404628)
!> Bilder erw./gez. 12/12, inGOP PTS Diff. 0ms, neuer Zeitindex 00:14:30.240
!> Start-PTS von GOP# 1970 ist kleiner als das Ende der letzten GOP.. (erw. 1612701028)
-> mehr als 500 Warn-/Fehlermeldungen, weitere werden nicht mehr angezeigt..
-> Video: fr/ ct/ 1p/ cg/ og/ dg -> 26226/ 697/ 7194/ 2250/ 0/ 5334
-> Videolänge: 26226 Bilder in 00:17:29.040
-> GOP Zusammenfassung: min. 20, max. 24 Felder; enthält Halbbilder
-> durchschnittl. nom. Bitrate 4441795bps (min/max: 2275600/6489600)
-> setze Bitrate im ersten Sequenzkopf auf 6489600bps
---> neue Datei: I:\wasalauf.mpv
--> MPEG Audio auf ID 0x2 (0xC0)
-> validiere CRC (AC-3 / Mpg-Audio L1,2)
-> entferne CRC (Mpg-Audio Layer1,2)
-> Frames am Ende anfügen
Audio PTS: erstes Paket 04:40:40.878, letztes Paket 05:42:41.022
Video PTS: Start 1.GOP 04:40:41.540, Ende letzte GOP 05:43:45.020
-> passe Audio an Video-Zeitlinie an
-> Ursprungsformat: MPEG-1, Layer2, 48000Hz, stereo, 192kbps, CRC @ 00:00:00.000
Audio Frames: wri/pre/skip/ins/add 43560/0/0/81/0 @ 00:17:25.440 abgeschlossen...
---> neue Datei: 'I:\wasalauf.mpa'
Zusammenfassung der erstellten Mediendateien:
.Video (m2v): 26226 Bilder 00:17:29.040 'I:\wasalauf.mpv'
Audio 0 (mp2): 43560 Frames 00:17:25.440 0/0/81/0 'I:\wasalauf.mpa'
=> 607.543.266 Bytes geschrieben...
-> es wurden 17169 Warn-/Fehlermeldungen ausgegeben.
Die komplette Logdatei als Wasalauf.txt im Anhang
dvb.matt
06.03.2006, 19:39
zum nachvollziehen: welches Eurosport (Satpos) ist das ? (viell. generelles Problem)
pva ist immer problematisch, wenn die Quelle nich sauber Daten liefert und sich der Streamwriter verhaspelt.
hier stellt sichs so dar:
-1 Fehler bei ~14:25.
-WTV schreibt keine PTS für Video (speichert die aber vermutl.)
-pjx versucht den Verlauf anhand der GOP Zeitlinie nachzuvollziehen (hängt sehr vom Sender ab ob das funzt).
-jetzt kommen GOPs mit PTS die vermutl. früheren GOPs galten (s.o.) "kleiner als erwartet"
-das wiederholt sich bis zum Ende.
jacky_smith
06.03.2006, 20:40
Danke erstmal!
zum nachvollziehen: welches Eurosport (Satpos) ist das ? (viell. generelles Problem)
SES Astra, 12226 MHz, ASTRA 1B-1H
pva ist immer problematisch, wenn die Quelle nicht sauber Daten liefert und sich der Streamwriter verhaspelt.
Die Frage mag spekulativ sein, aber wäre das mpeg-Format evtl. erfolgversprechender gewesen oder ist das in einem solchen Fall egal?
Zusatzfrage:
Gibt es solche Probleme eigentlich auch bei Standalone-Harddiskrekordern oder sind diese treiber-/aufnahmeformatmäßig "stabiler" ausgerüstet?
wäre das mpeg-Format evtl. erfolgversprechender gewesen
Kommt drauf an... IMHO ist das TS Format immer noch das beste. Da sind eben noch alle Infos drin, und es hat keine Software dazwischen schon mal versucht irgendwas zu 'verbessern'...
jacky_smith
07.03.2006, 17:47
Also wenn ich Dich recht verstehe: um sicher zu gehen z.B. DVB.NET (Stream Manager) benutzen und damit aufzeichnen. Hier wird ja ein File im TS-Format generiert.
Dann hat man zwar wenig Komfort im Vergleich zu einem TV-Programm - aber maximale Sicherheit beim Aufzeichnen.
Geht dann noch was schief bei der Aufnahme, hat man dem Rechner zu viel zugemutet oder das Signal von der Schüssel/Satellit wurde auf dem Übertragungsweg gestört.
Oder anders herum ausgedrückt: wenn bei der Aufzeichnung im pva-Format der von dvb.matt geschilderte Effekt auftritt, dann würde sich beim Demuxen des TS-Formats keine Dauerstörung bis zum Ende ergeben und ProjectX könnte nach einer evtl. Störstelle wieder sauber arbeiten.
Leider merkt man aber immer erst nach der Aufnahme, ob diese gelungen ist oder nicht und kann somit die "Störanfälligkeit" der verschiedenen Formate nicht vergleichen.
und ProjectX könnte nach einer evtl. Störstelle wieder sauber arbeiten. Genau!
Welche Software Du verwenden kannst, um TS aufzuzeichnen, hängt von Deiner Hardware ab (die ich nicht gut kenne). Es gibt aber viele (auch Freeware!) Programme die TS aufzeichnen können. Ich persönlich verwende WinSTB. Seit ich dieses verwende (seit ca. 2 Jahren) hatte ich nur Probleme mit Aufnahmen, wenn sehr dichtes Schneetreiben ist (wie letztes Wochenende), oder ein Sturm die Schüssel verstellt hat. Will heißen von ca. 300 Aufnahmen vielleicht 10 'kaputt' (dann aber 'gründlich') Eine Übersicht über gängige alternativ Programme für DVB-s gibt es im Pinn Board (http://www.pinnaclefanboard.com/forumdisplay.php?f=13) . Welche davon mit Deiner Karte arbeitet, musst Du selbst suchen.
dvb.matt
07.03.2006, 19:04
dann würde sich beim Demuxen des TS-Formats keine Dauerstörung bis zum Ende ergeben
diese 'Dauerstörungen' werden durch 'normale Störungen' wie kurze Unterbrechungen etc. evtl. ausgelöst, aber sind nicht verantwortlich wenns danach nun überhaupt nicht mehr passt.
Normalerweise wird der Originalstrom danach unverändert wie empfangen gespeichert, das o.g. PVA dagegen enthält aber wiederkehrende Inkonsistenzen, die das Original definitiv wohl nicht hatte.
Dabei spielt es keine Rolle welches Format das ist.
PVA kann genausogut wie TS 'repariert' werden. Aber nicht wenn die Daten im PVA selbst OTF verändert wurden. Dasselbe gilt für MPG, PES, VDR, TS usw. (TS von Hp Nova/Nexus via VCR.NET wird bspw auch OTF erzeugt und ist keineswegs original, AFAIK, also nicht 'sicherer')
Huch, dann ist nicht mal mehr TS vor 'Verschlimmbesserungen' geschützt? Ich dachte bisher, der Name ist Synonym für 'Das ist der unverpfuschte Sat Stream' (von der PID Filterung mal abgesehen) aber anscheinend ist den PVA Soft-Schreibern nichts mehr 'heilig' :?
Naja, die Nexus gibt nun halt mal keine TS-Header raus - und das TS Format ist für viele Fälle wirklich praktisch. Ansonsten nehmen VCR.NET / DVB.NET nur die PID Ströme und ergänzen die TS Header - mit dem Nachteil, dass Fehler originalen TS Strom sich nicht in diesen Headern wiederspiegeln. Dazu kommen noch die SI Tabellen, genau wie bei ProjectX.
Im Extremfall kommt das Timinig innerhalb des generierten TS durcheinander. Dann kann man die Datei nicht mehr direkt anschauen (kein Ton wg. zu grossem Versatz), aber ProjectX ist das egal.
Irgendwie muss man Kompromisse machen, denke ich. Die Erzeugung von PVA und MPEG2 hat halt zur Folge, dass man in den Datenstrom eingreifen muss und die MPEG Header anpassen muss - Ausnahme sind Audioströme im PVA. Ich habe mit VCR.NET früher (kann es immer noch) einfach alle PIDs einzeln auf die Platte geschrieben - das wäre dann die absolute Reinform. ProjectX kommt auch damit prima klar (auch wenn der Durchlauf deutlich langsamer ist als in einem Container Format). Aber EINE Datei mit allen PIDs zu haben ist halt praktisch. Und da ist TS für meine Zwecke der beste Kompromiss. Ja, es gibt auch Tools, die einzelne PIDs zusammen abspielen können (MPC), aber das ist ja wirklich lästig.
jacky_smith
08.03.2006, 20:49
Nun was heißt das nun für die Praxis oder mit welchen Mitteln kann ich bei mir sicherstellen, dass 100% (oder sagen wir mal 99%) der Aufnahmen auch ok sind? Dabei setze ich mal voraus, dass mir die SAT-Anlage selbst ein einwandfreies Signal liefert.
Ich wünsche mir dabei die gleiche Sicherheit wie früher mit meinem VHS-Recorder. Habe ich diesen richtig programmiert und fiel nicht gerade der Strom oder der Recorder selbst aus konnte ich mir sicher sein, dass die Aufnahme auch auf dem Band war.
Kann man diese Sicherheit im digitalen Format auch erreichen und wenn ja, mit welchen Mitteln? Ist im Hinblick auf den Sicherheitsaspekt eine Bewertung möglich?
Folgende mögliche Konstellationen:
1. Allround-PC wie meiner mit z.B. einer Nexus-S, AMD Athlon 2400+, vieler installierter Software und DSL-Karte, Grafikkarte, Soundkarte, Firewirekarte (meine Einschätzung: nur 80% bis 85% der Aufnahmen gelingen, wenn alle Hintergrundprozesse abgeschaltet werden).
2. Einfach-PC (ab 1,5 GHz), bei dem lediglich z.B. die Nexus-S und eine einfache Grafikkarte steckt und außer dem Betriebssystem und der Aufnahmesoftware nichts weiter installiert ist. Sind hier die Chancen auf eine saubere Aufnahme besser?
3. Externer SAT-Receiver mit Harddiskrecording (mir schwebt dabei z.B. der Homecast S-8000 vor). Erreiche ich hier eine höhere Sicherheit wie die 80 bis 85%, die dann in der Nähe eines VHS-Recorders liegt?
Hier habe leider den Nachteil der recht langsamen Übertragung zum PC zwecks Weiterverarbeitung.
4. Gibt es alternative DVB-S-Karten für den PC, die treibermäßig stabiler als eine Nexus-S sind oder ist dies letztendlich egal und das Zusammenspiel mit der übrigen Hardware ist ausschlaggebend.
Eure Einschätzung und Erfahrung würde mich sehr interessieren, denn ich bin es leid, bei wichtigen Aufnahmen immer beten zu müssen, dass der Demuxvorgang fehlerfrei durchläuft.
Herzlichen Dank schon jetzt!
Hallo,
auch mit der Variante 1 sollte alles funktionieren. Bei DVB-Aufnahmen werden die Daten einfach nur von der Karte über den Bus auf die Festplatte geschrieben. Alles in allem ein wenig rechenaufwendiger Prozeß. Wenn es hierbei Probleme gibt, sollte man meiner Meinung nach lieber nach der Ursache suchen, als für die Varianten 2 und 3 Geld ausgeben. Wenn der PC ansonsten stabil läuft, ist es vielleicht schon mit einer anderen Aufnahmesoftware getan.
Gruß
akapuma
Nach meinen bisherigen Erfahrungen (3 Jahre Nexus-S) bin ich der Überzeugung, dass die Karte selbst bezüglich Aufzeichnungen und Stabilität einwandfrei funktioniert. Ich habe pro Woche 10 oder mehr Aufnahmen, teilweise kurz, teilweise sehr lang (letztens über 7 Stunden) und teilweise auch von zwei Sendern eines Transponders gleichzeitig. Tatsächliche Fehler im Datenstrom gibt es extrem selten, vereinzelt und immer wieder bei den selben Sendern (VOX, ARTE). Aber da reden wir von einem Glitch in 10 Stunden oder so. Die meisten wirklich kaputten Aufnahmen gehen entweder auf das Wetter oder persönliche Dummheit zurück - beides passiert glücklicherweise nur wenige Male im Jahr :)
Leider ist da aber noch die Softwareumgebung, die nicht vollständig kontrolliert werden kann und eine absolute Sicherheit verhindert - ich denke aber, mehr als 95% gutes / fehlerfreies Material zu erhalten. Hier einige Erfahrungen zu diesem Thema:
der periodische DeFrag, den Windows XP alle 24 Stunden anstößt - und das nachdem der DeFrag durch ist, der ca. 4 Minuten dauert, so dass der Zeitpunkt schön über den Tag wandert und mit absoluter Sicherheit jede periodische Aufzeichnung erwischt (ich nehme sehr viele Serien auf). Das Feature mußte ich abschalten.
Aktualisierung des VirenScanners (ich habe McAfee) - während der Installation kann da schon mal was passieren. Ich habe den nun auf automatischen Download und manuelle Installation auf Rückfrage - dito Windows Update.
gewisse Systemüberwachungsaktivitäten, die WMI Aufrufe machen (ok, die habe ich seit der Neuinstallation des Rechners nicht gesehen, auf dem alten mußte ich die abschalten)
Wohlgemerkt: alle diese Punkte obwohl ich eine dedizierte Video Platte getrennt von der Systemplatte habe.
Also: mit der Nexus-S denke ich kann man eine sehr hohe Sicherheit erreichen (bis hin zu Aufzeichnung von 3 - 4 Sendern eines Transponders gleichzeitig oder MPEG-2 HDTV [das es ja wohl nicht mehr gibt]). Aber solange man ein generisches Betriebssystem und weitere Dienste (im allgemeinen Sinne) fährt, werden 100% nicht drin sein. Fragt sich, wie gut ein dediziertes System ist - da habe ich keine Ahnung.
Eine Meinung
Jochen
Sehe ich genauso. Externer Festplattenreceiver (z.B. Homecast) ist bestimmt noch 'betriebssicherer', aber wie JMS schon sagte: Die meisten wirklich kaputten Aufnahmen gehen entweder auf das Wetter oder persönliche Dummheit zurück Und das ist geräteunabhängig. Bzgl. Homecast habe ich noch eine Anmerkung: Das Überspielen der Daten ist nicht ideal gelöst. Der USB Anschluss überträgt ca. 100 MB/Minute, ein 'üblicher Film' (2.5G) braucht also fast eine halbe Stunde... Du kannst allerdings auch die Platte ausbauen, in Deinen PC stecken und direkt übertragen (geht dann sehr schnell - ist ja nur eine Kopie von einer auf eine andere Festplatte), aber Aus- und Einbau einer Festplatte ist jetzt nicht wirklich 'komfortabel'. => Wenn Du vorhast, sehr viel auf den PC zu 'schieben' (zur DVD Erstellung), dann besser etwas mehr in einen Topfield o.ä. (mit Netzwerkanschluss) investieren.
Wenn Du vorhast, sehr viel auf den PC zu 'schieben' (zur DVD Erstellung), dann besser etwas mehr in einen Topfield o.ä. (mit Netzwerkanschluss) investieren.
Auf den Topfield wollte ich auch schon hinweisen, aber wo findest Du einen Topf mit Netzwerk? Der TF6000 mit WLAN soll ja noch langsamer sein als die anderen Töpfe mit USB und ist zudem noch nicht verfügbar. Und die wirklichen Töpfe mit LAN (als IP5x00 angekündigt) gibt es doch auch noch nicht zu kaufen, oder? Also bleibt beim Topf ebenfalls nur USB. Da schafft man 1 GB in knapp 10 Minuten (7 Minuten, wenn's optimal läuft).
Aber zumindest der TS ist dort narrensicher.
Gruß,
Hagge
Stimmt, das war nicht Topf sondern Dream...
wenn ich da mal kund tun darf. die dreambox 7025 mit twintuner schafft bis zu 10mb/sek. im download über netzwerk. dank integriertem sambaserver demuxxe ich mittlerweile direkt von der dreamplatte übers netzwerk da ich die platte als netzwerklaufwerk eingebunden habe. und die aufnahmen im ts format sind auch 1a
jacky_smith
09.03.2006, 21:40
Vielen Dank für Eure Hinweise und Erfahrungen.
Bislang habe ich praktisch ausschließlich mit WatchTVPro aufgezeichnet (verschiedene Versionen bis zur 3.02 derzeit), da die Originalsoftware für die Nexus-S - um es vornehm zu formulieren - sehr gewöhnungsbedürftig ist.
Wenn nach 10 Aufzeichnungen immer noch keine Fehler auftreten, werde ich wohl oder übel dauerhaft wechseln.
Oder hat noch jemand Erfahrungen mit einer anderen vernünftigen Software, die vor allem auch den ac3-Ton korrekt verarbeitet? Mit ProgDVB z.B. ist mir dies noch nicht gelungen.
@jms
Welche Software hast Du für Deine Aufzeichnungen benutzt? Evtl. das oben erwähnte vcr.net?
@jms
Welche Software hast Du für Deine Aufzeichnungen benutzt? Evtl. das oben erwähnte vcr.net?Ei freilicht.
Naja, die Nexus gibt nun halt mal keine TS-Header raus - und das TS Format ist für viele Fälle wirklich praktisch...
Nun was heißt das nun für die Praxis oder mit welchen Mitteln kann ich bei mir sicherstellen, dass ... Aufnahmen auch ok sind? ...Die Antwort würde mich auch brennend interessieren. Bisher war ich mit WTV und der Nexus-S sehr zufrieden und bekam fast immer sehr gute Ergebnisse mit pva. Seit einige Sender (ORF, ZDF, ...) die Bitraten stark erhöht haben, bringt die Kombination Nexus-S, WTV 3.02 und pva vermehrt Fehler, wie sie früher in der analogen Zeit üblich waren: kurze Aussetzer, ca. 5 bis 10 Stück pro Aufnahmestunde. Hingegen die parallel durchgeführte Aufnahme auf einem gleichartigen PC mit Skystar und DVBViewer und ts sind weiterhin wie gewohnt fehlerfrei.
Wie kann man bei der Nexus-S sicherstellen, dass auch die Aufnahmen bei ZDF und Co trotz der hohen Bitraten weiterhin fehlerfrei möglich sind? Oder ist die Nexus-S da einfach technisch überfordert?
Oder ist die Nexus-S da einfach technisch überfordert?Glaube ich persönlich nicht. Ich habe schon Tests über ein bis zwei Stunden bei gleichzeitiger Aufzeichnung von vier Sender gemacht [ca. 14 MBit/s] oder mehrfach auch HDTV (als es noch MPEG-2 war) [MIB II hat etwa 20 MBit/s und die drei Fehler waren alle unmittelbar am Übergang von Werbung zu Film].
Falls Du Lust hast, kannst Du gerne mal die Technik probieren, die ich mit VCR.NET einsetze. VCR.NET basiert auf einer Bibilothek DVB.NET, die man mit einigen Tools herunterladen (http://www.psimarron.net/dvbnet/html/downloads.html) kann - installiert per Windows MSI und rückstandslos deinstallierbar. Für den Test bräuchtest Du neben dem .NET Framework 1.1 mit Service Pack 1 [haben viele eh wegen Cuttermaran] nur eine laufende Originalanwendung der Nexus-S mit passender Kanaldatei und evt. korrekten DiSEqC Einstellungen (die aktuelle DVB.NET Version 2.6 schmarotzt daran mit). Der beste Test, die Grenzen des Rechners zu ermitteln wäre folgender:
Test A] Stream Manager starten, in der ersten Auswahlliste ZDF auswählen, nix (!) daneben anklicken <die Nexus-S kann nur 8 Datenströme gleichzeitig aufzeichnen, das sind vier Sender mit einer Tonspur>. Dann in der zweiten Liste einen weiteren Sender des Transponders, etwa ZDF Doku und mit drei und vier ebenso, sagen wir ZDF Info und Theater. Dann die Aufzeichnung starten - Schaltfläche unten. Wenn Du als Name xxx.TS angibst, werden Bild und Ton direkt zu einer TS Datei zusammengemischt [gibt dann vier Dateien], verwendest Du yyy.PES, dann gibt es 8 Einzeldateien [dabei wird der Datenstrom ohne Einfluss meiner Software direkt von der TechnoTrend API zur Platte geschaufelt]. Erst mal ein Kurztest von einer Minuten und das Ergebnis durch ProjectX jagen. Ist alles OK, mal einen langen Test über 1-2 Stunden machen.
Test B] Diesmal ZDF mit allen Kreuzchen, i.e. plus zweiter (Mono) Tonspur, AC3 und Videotext. Dann sind noch 3 Datenströme über, da dann 3Sat nur mit AC3. Ansonsten wie oben.
Wenn Deine Hardware das ohne weiteres schafft, dann ist die Nexus wohl nicht das Problem, oder? VCR.NET ist im Prinzip das selben, halt nur zeitgesteuert und als Windows Dienst (i.e. Aufzeichnung ohne angemeldetem Benutzer, Hibernate / Resume Kontrolle etc.).
Viel Spaß
Jochen
PS: Ach ja, wenn DVB.NET und VCR.NET Dich weiter interessieren, besuch einfach mal das Forum (http://www.highpaqnet.de/Forum/index.php?showforum=39) - (kostenlose) Registrierung erforderlich. Sonst werde ich hier noch wegen Off Topic Beiträgen abgemahnt :lol: :lol:
jacky_smith
10.03.2006, 22:15
@JMS
vielen Dank für Deine Hinweise.
Ich habe bereits vor 4 Stunden aufgrund Deines Postings von heute vormittag vcr.net installiert und derzeit - ich fange mal ganz vorsichtig an - läuft eine Aufnahme bei PRO7 mit ac3-Ton (pva-Format).
Bin mal gespannt ob auf Dauer (also über mehrere Aufnahmen) die Probleme ausbleiben.
Nach den vorigen Postings - zumindest dvb.matt hat sich so geäußert - dürfte es für die Sicherheit einer "sauberen" Aufnahme ziemlich egal sein, ob im ts- oder pva-Format aufgezeichnet wird.
Oder hast Du hier diesbezüglich Unterschiede festgestellt?
Bei mir wird wohl meistens nur ein Film aufgenommen.
Wenn ich die Anleitung auf der Homepage zu vcr.net richtig verstanden habe, ist der Resourchenverbrauch beim ts-Format höher als beim pva-Format.
Für ProjectX wären sowieso beide Formate kein Problem, wenn sie denn nur sauber den Weg auf die HD gefunden haben.
Den von Dir vorgeschlagenen Härtetest werde ich mit Sicherheit einmal durchführen, selbst wenn ich wohl keine 8 Datenströme gleichzeitig benötigen werden. Aber wenn das Ergebnis positiv ausfallen sollte würde mich das schon beruhigen und auf gewisse Reserven schließen lassen, wenn ich nur eine Sendung mit vielleicht 2 Streams aufzeichne.
In jedem Fall bin ich schon jetzt gespannt auf das Ergebnis.
Nach mehreren Monaten ausschließlicher Nutzung von TS kann ich nur empfehlen, dieses Format zu nutzen [oder PES Einzelströme für die gaaaanz vorsichtigen]. VCR.NET kann in PVA nur den primären Audio-Strom, die AC3 ist eine Extradatei, ebenso VideoText - ProjectX ist das in der Tat schnurz [obwohl ich den subjektiven Eindruck habe, dass DeMux von TS mit den 3 Streams deutlich schneller ist als PVA+AC3]. Und: PVA muß die Video Header verändern [das macht die TechnoTrend Software, nicht VCR.NET], bei TS werden nur TS Header hinzugefügt, der originale Datenstrom also nicht verändert. Zudem kann VCR.NET mit TS auch parallel zur Aufzeichnung ins Netzwerk streamen - VLC kann das dann anzeigen. Da hat mein TS Format aber noch Macken - manchmal kommt der Ton nicht, weil das interne Timing nicht stimmt [auch das ist PX wieder egal, da die Daten an sich unverändert und i.A. korrekt sind].
Ich habe ewig kein PVA mehr aufgenommen, bin mal gespannt, ob ich da nix kaputt gemacht habe :D
Jochen
jacky_smith
11.03.2006, 09:51
@JMS
Ich habe gestern abend noch einen Kurztest gemacht in der von Dir beschriebenen Form ("Test A"). Das Ergebnis war leider für die Tonne. Verworfene GOPs ohne Ende. Die CPU-Belastung lag im Mittel bei 20-25%, stieg aber kurzfristig mal auf knapp über 60%.
Heute morgen habe nochmals einige Kurztests gemacht. Das Ergebnis ist völlig widersprüchlich. Mal habe ich keine Fehler bei 4 Sendern, mal gibt es schon bei einem oder zwei verworfene GOPs.
Der lange pva-Test gestern abend fiel leider auch negativ aus. An einer Stelle mehrere Duzend verworfene GOPs, danach aber wieder fehlerfreies Demuxen von ProjectX. Was aber noch gravierender war, der ac3-Ton war völlig asynchron mit dem Bild, obwohl die ac3- und pva-Datei gemeinsam in ProjectX geladen und demuxt wurden. Im pva-Bereich habe ich dann auf weitere Tests verzichtet.
Ich werde jetzt noch div. Tests machen mit der Originalsoftware der Nexus-S (DigitalTV-s). Gelingen auch hier die Aufnahmen nichts muss ich wohl für mein System konstatieren, dass es sich wie eine Mimose verhält.
Ich habe auch wenig Hoffnung, dass bei einem neu aufgesetzten Betriebssystem (XP) sich die Situation wesentlich ändert.
Vielleicht liegt es VIA-Chipsatz oder evtl. an sporadisch auftretenden thermischen Problemen (wobei die Systemtemperatur lt. Mainboard bei unkritischen 32 Grad und die der CPU bei 45-48 Grad liegt).
Auch wäre es ja denkbar, dass die bei mir eingebauten Komponenten durch Bauteiletolleranzen zumindest bei DVB-s-Aufzeichnungen in einem Bereich arbeiten, in dem eben die oben geschilderten Fehler passieren.
Es kommt mir vor wie die Suche der Nadel im Heuhaufen.
Ich tendiere immer mehr dazu, das gesamte DVB-Aufzeichnungssystem auszulagern in ein Standalone-Gerät und die dortigen Aufnahmen (über den zeitlich leider recht langwieren Weg) auf den PC zu übertragen, um sie weiter zu verarbeiten.
Schade - vielleicht liegt es ja wirklich an der Hardware.
Sorry, dass ich Dir nicht helfen konnte
Jochen
PS: Du hast aber nix wildes im Hintergrund laufen? Platte auch ausreichend defragmentiert etc.
jacky_smith
11.03.2006, 11:40
PS: Du hast aber nix wildes im Hintergrund laufen? Platte auch ausreichend defragmentiert etc.
Im Hintergrund läuft in der Tat nichts resourcenhungriges:
AntiVir, Zonealarm und Antispyware von MS sind die wesentlichen Programme. Aber auch wenn diese abgeschalten werden (geht bei Antivir in der neuen Version nicht mehr) habe ich keinen Unterschied festgestellt.
Die Aufnahmen kommen auf eine vorher defragmentierte 16 GB große freie Partition.
Der Task-Manager zeigt übrigens folgenden Resourcenverbrach an (erster Wertebereich: nur Anzeige des lfd. Bildes auf dem PC-Monitor / zweiter Bereich: das ganze incl. Aufnahme):
WatchTVPro bei max. eingestellten Prioritäten innerhalb des Programms: 1-10% / 10-20%
Nexus-Originalsoftware deutlich mehr mit ca. 50-55% / 55-65%
Gleichwohl gilt der Dank allen, die sich so bemüht haben.
AntiVirHattest Du auch schon Probleme mit früheren Antivir-Versionen? Früher hatte ich auch Antivir, aber mit der letzten Version hakelte mein PC recht stark, so daß ich es nicht mehr benutze. Das Problem haben aber wohl auch andere User.
Gruß
akapuma
Dabei setze ich mal voraus, dass mir die SAT-Anlage selbst ein einwandfreies Signal liefert.
Nach allen Versuchen mit unterschiedlichster Software: kannst Du das für Deine Anlage eigentlich bestätigen? Manchmal ist es ein Kabel (ok: bei mir immer diese mistigen Stecker, die ab und zu die Erdung verlieren) oder ein leicht verstellte Schüssel. Sind Signalstärke und Qualität in Ordnung - auch über einen Zeitraum von einigen Minuten?
Jochen
jacky_smith
11.03.2006, 20:56
@akapumo
Probleme hatte ich schon immer, mal mehr, mal weniger. Meist hatte ich früher, als man Antivir noch beenden konnte, das Programm und auch alle anderen vor der Aufnahme beendet. Wie gesagt - gebracht hatte das nichts.
@JMS
Der Signalpegel liegt bei WatchTVPro gemessen im Bereich 9,5 bis 11 dB und beim Standalone Sat-Empfänger bei 80-90%.
Die Signalqualität lautet bei WatchTVPro regelmäßig 100%, beim Sat-Empfänger (dort als Signal-Geräuschspannungs-Abstand bezeichnet) liegt er bei 75-85%.
Die Satellitenschüssel (80cm und 0,3dB LNB auf ASTRA 19,2 Grad Ost) ist mit 15 m hochabgeschirmtem Kabel direkt mit dem SAT-Empfänger verbunden und dort mit weiteren 3 m Kabel durchgeschleift an den PC.
Nach meiner Einschätzung dürfte hier alles in Ordnung sein.
Hinweis:
Ich habe mir heute Nachmittag den Homecast S-8000 bestellt und werde den SAT-Empfänger bei gleicher Verkabelung damit ersetzen. Bei wichtigen Aufnahmen, die ich auf DVD brennen möchte, zeichne ich dann sowohl auf dem Homecast als auch auf dem PC auf. Gelingt die Aufnahme auf dem PC nicht, so wird sie einfach (zeitaufwendig) per USB vom Homecast auf den PC überspielt. Gelingt sie auf dem PC, kann ich mir diesen Aufwand natürlich sparen. So habe ich praktisch doppelte Sicherheit.
Vielleicht etwas übertrieben - aber wenn man durch etwas genervt ist, neigt man wohl dazu. :cry:
Eine Frage noch - vorweg: ich bewege mich da auf sehr dünnem Eis, da ich da nicht wirklich Ahnung von habe: Du sagst, dass der PC nicht direkt an der Schüssel hängt, sondern über den Standalone durchgeschleift wird. Welche Art von Durchschleifung ist das? Wenn ein Gerät die Schüssel auf einen Transponder tuned, darf das andere die Polarisation nicht ändern, oder?
Nun zur Frage: tritt der Effekt auch auf, wenn der PC direkt an die Schüssel angeschlossen wird? Kann es sein, dass der Standalone irgendwas während der Aufzeichnung macht, das den Empfang beeinträchtigt [hihi, das kann es nicht sein, aber als Anektote und vielleicht Anregung zum weiteren Nachdenken: ich hatte mal einen Grundig VCR mit einem Grundig analog SAT-Receiver, der vom VCR gesteurt werden konnte. Erst mal Cool, da man trotz SAT Receiver den VCR beliebig programmieren konnte, ohne sich um die Kanalwahl zu kümmern. Weniger Cool, wenn man zwei Aufzeichungen auf unterschiedlichen Sendern mit VPS programmierte ließ der VCR den Receiver alle 30 Sekunden (!) den Kanal wechseln um zu prüfen, ob die Zeit soweit war. Nicht wirklich lustig]?
Ich hoffe, die Frage / Idee ist nicht zu dumm / weit hergeholt :?
Jochen
jacky_smith
11.03.2006, 21:52
Der SAT-Receiver wird während einer Aufnahme mit dem PC natürlich nicht angetastet und bleibt ausgeschaltet.
Falls er eingeschaltet wird, während auf dem PC eine Sendung zu sehen ist, kann es in der Tat sein, dass ich dann auf dem PC ein Standbild habe. Aber wie gesagt, so wird nicht bei mir aufgezeichnet.
Ich habe in der Anfangssphase meiner Probleme auch die Direktverbindung getestet, allerdings ohne spürbare Änderung.
Ein Hinweis im WTV-Forum ließ mich die Prioritäten in WatchTVPro auf Maximum stellen. Das Ergebnis war eine deutliche Verbesserung von ehemals rund 1/3 gelungener Aufnahmen auf derzeit etwa 80%.
dvb.matt
11.03.2006, 22:12
weiß nich ob dvbsvcr2 (http://dvbs.cyberhome.at/dvbsvcr2.htm) die Hardware unterstützt.
Frühere Versionen waren jedenfalls sehr stabil in Bezug auf fehlerfreie Aufzeichnungen.
k.A. obs aktuell noch so ist, da die letzte Version auch den Strom anfasst um ihn 3rd-party-SW schmackhafter zu machen..
@jacky_smith
Das ist wirklich alles sehr eigenartig. So kurz bevor man keine Idee mehr hat: hast Du mal die IRQ Verteilung kontrolliert? Liegt die Nexus auf einem eigenen IRQ und wenn nicht, mit welcher anderen Hardware teilt sie sich den IRQ?
Hinweis zu DVB.NET Stream Manager: wenn Du bei der Aufzeichnung als Datei xxx.PES angibst, dann wird der Datenstrom über die TechnoTrend API / Treiber direkt auf Platte geschrieben - weniger Einfluss kann eine Software nicht nehmen [ok, die Priorität vom Stream Manager wäre immer noch normal]. Wenn das auch nicht geht habe ich die starke Befürchtung, dass keine auf der TT API basierende Software Deine Probleme lösen kann.
Jochen
jacky_smith
12.03.2006, 10:00
@JMS
Nachstehend die IRQ-Verteilung lt. Systeminformationen.
Die IRQs hatte ich auch schon als Übeltäter in Verdacht.
Durch ACPI und die automatische Verteilung der IRQs ist unter XP eine Zuordnung der Karte zu einer bestimmten IRQ ziemlich problematisch.
Ich bin auch schon hergegangen und habe über ein anderes Hardwareprofil sämtliche nicht benötigte Hardware deaktiviert. Auch dies hat leider nichts gebracht.
IRQ 0 Systemzeitgeber OK
IRQ 1 Standardtastatur (101/102 Tasten) oder Microsoft Natural Keyboard (PS/2) OK
IRQ 3 Kommunikationsanschluss (COM2) OK
IRQ 4 Kommunikationsanschluss (COM1) OK
IRQ 6 Standard-Diskettenlaufwerkcontroller OK
IRQ 8 System CMOS/Echtzeituhr OK
IRQ 9 Microsoft ACPI-konformes System OK
IRQ 9 SCSI/RAID-Hostcontroller OK
IRQ 12 Logitech-compatible Mouse PS/2 OK
IRQ 13 Numerischer Coprozessor OK
IRQ 14 Primärer IDE-Kanal OK
IRQ 15 Sekundärer IDE-Kanal OK
IRQ 16 SAPPHIRE RADEON 9600 ATLANTIS OK
IRQ 17 DMX 6fire 24/96 OK
IRQ 18 OHCI-konformer IEEE 1394-Hostcontroller OK
IRQ 19 Hauppauge WinTV-Nexus OK
IRQ 19 AVM FRITZ!Card DSL (WinXP/2000) OK
IRQ 21 VIA Rev 5 oder höher USB universeller Hostcontroller OK
IRQ 21 VIA Rev 5 oder höher USB universeller Hostcontroller OK
IRQ 21 VIA Rev 5 oder höher USB universeller Hostcontroller OK
IRQ 21 VIA USB erweiterter Hostcontroller OK
Die geschilderten Probleme gibt es auch dann, wenn während der Aufzeichnung keine Internetverbindung besteht.
Für mein Motherboard gab es so eine Liste, welche PCI Slots wie mit anderen Komponenten IRQs sharen. Wenn Du das auch hast wäre es sicher einen letzten Versuch wert, einen Slot für die Nexus zu finden, auf dem sie einen eigenen IRQ hat. Kann aber mühsam sein (zu meinem alten Motherboard hatte ich die Liste nicht, aber 3 PCI Karten in 5 Slots - das war eine nervige Probiererei).
ABER: i.a. führt ein IRQ Konflikt eher zum Einfrieren des Rechers als zu Fehlern bei der Aufzeichnung. Daher weiss ich nicht, ob die Mühe lohnt. Auf der anderen Seite ist die Nexus nicht gerade billig und soweit ich das sehe läuft sie bei sehr vielen Leuten mit sehr viel Software problemlos. Vielleicht schaust Du auch mal in dieses (http://www.dvbshop.net/forum/index.php) Forum, die sind oft <nicht immer, aber oft genug> ganz pfiffig [esp. Tricks Motherboard vs. TechnoTrend Hardware (die nexus ist ja eine TechnoTrend Premium Karte)]. Aber der erste Tipp ist eh immer, einen separaten IRQ zu suchen (in Deinem Fall vermutlich, die DSL Karte umzustecken <so es denn eine Karte ist>).
Jochen
jacky_smith
12.03.2006, 10:53
Das wäre noch die letzte Möglichkeit.
PCI-Slot 1 teilt lt. Mainboard-Manual den IRQ noch mit dem AGP-Slot (beide INT A). Der Slot 2 (INT B) ist von den 6 Slots der einzige, der wohl kein Sharing mit den anderen PCI-Slots aufweist.
Slot 3 und 5 haben INT C und Slot 4 und 6 den INT D.
Sobald ich den Rechner mal zerlege, werde ich das mal testen, denn wie Du gesagt hast, das ganze kann ziemlich aufwendig werden. Und diese Zeit fehlt mir leider im Moment.
Da mein analoger Videorekorder eh die Grätsche gemacht hat, werde ich mich wohl demnächst um den HC S-8000 kümmern müssen.
Wenn meine aufgeschobenen Tests erfolgreich waren, gebe ich Dir wieder Bescheid.
Danke nochmals.
Das wäre noch die letzte Möglichkeit.
PCI-Slot 1 teilt lt. Mainboard-Manual den IRQ noch mit dem AGP-Slot (beide INT A). Der Slot 2 (INT B) ist von den 6 Slots der einzige, der wohl kein Sharing mit den anderen PCI-Slots aufweist.
Slot 3 und 5 haben INT C und Slot 4 und 6 den INT D.
Bei den meisten Mainboards wird der INT-A des PCI-Slots 1 mit dem des AGP geshared. Der PCI-Slot 1 ist somit der denkbar schlechteste Slot für die Nexus. PCI-Slot 2 kommt doch in der Regel für die Nexus eher in Frage.
Worauf Du noch achten musst ist, dass sich nach dem Umstecken der Nexus dieser Slot nicht mit dem der Soundkarte shared. Ergebnis ist oftmals schlechter Ton, Asynchronitäten bei AC3 oder gar Abstürze.
jacky_smith
12.03.2006, 16:02
Ich habe mir jetzt doch die Zeit genommen und den Rechner geöffnet.
@highpaq
ja, mir war das schon bekannt mit dem PCI-Slot 1 und aus diesem Grund habe ich diesen gescheuht, wie der Teufel das Weihwasser. Den Slot 1 ließ ich komplett frei.
Die Nexus-Karte steckte bislang immer im Slot 4.
Aber jetzt kam für mich die Enttäuschung. Slot 2 (der einzige ohne Interrupt-Sharing) kann ich nicht benutzen, da die Nexus-Karte mit dem Ende (genauer mit dem Buchsenteil für das CI-Modul) auf der Buchse für die Harddisk aufliegt und somit nicht richtig in den Slot eingesteckt werden kann. :cry:
Als einzige Alternative blieb mir nun Slot 5, in dem sie jetzt steckt. Nun sieht die IRQ-Verteilung wie folgt aus:
IRQ 0 Systemzeitgeber OK
IRQ 1 Standardtastatur (101/102 Tasten) oder Microsoft Natural Keyboard (PS/2) OK
IRQ 3 Kommunikationsanschluss (COM2) OK
IRQ 4 Kommunikationsanschluss (COM1) OK
IRQ 6 Standard-Diskettenlaufwerkcontroller OK
IRQ 8 System CMOS/Echtzeituhr OK
IRQ 9 Microsoft ACPI-konformes System OK
IRQ 9 SCSI/RAID-Hostcontroller OK
IRQ 12 Logitech-compatible Mouse PS/2 OK
IRQ 13 Numerischer Coprozessor OK
IRQ 14 Primärer IDE-Kanal OK
IRQ 15 Sekundärer IDE-Kanal OK
IRQ 16 SAPPHIRE RADEON 9600 ATLANTIS OK
IRQ 17 DMX 6fire 24/96 OK
IRQ 18 OHCI-konformer IEEE 1394-Hostcontroller OK
IRQ 18 Hauppauge WinTV-Nexus OK
IRQ 19 AVM FRITZ!Card DSL (WinXP/2000) OK
IRQ 21 VIA Rev 5 oder höher USB universeller Hostcontroller OK
IRQ 21 VIA Rev 5 oder höher USB universeller Hostcontroller OK
IRQ 21 VIA Rev 5 oder höher USB universeller Hostcontroller OK
IRQ 21 VIA USB erweiterter Hostcontroller OK
Mal sehen, ob sich dies bei künftigen Aufnahmen auswirkt.
Ich werde auf jeden Fall berichten.
Vielen Dank nochmals an alle!
Zusatz:
Jetzt glaube ich bald, dass ein Defekt des Mainboards vorliegt. Der Slot 5 ist u.U. defekt. Eine DSL-Karte machte hier früher schon einmal Probleme - bis ich sie umsteckte.
Die CPU-Belastung steigt einige Minuten nach Aufnahmebeginn auf 100% an mit Bildstillstand. Das System wird dann ganz langsam. Beende ich die Aufnahmesoftware reagiert das System normal, beim Neustart der Software kommt allerdings die Meldung "boardcontrol.Bootarm(24) nicht erfolgreich".
Diesen hatte ich bereits bei Einbau der Karte von 1 1/2 Jahren und wechselte damals zur Lösung den PCI-Slot. So wird die Karte wohl wieder in den Slot 4 wandern müssen.
Ich kenne Deine Belegung jetzt nicht im Detail, aber wenn Du die Nexus wie gehabt in 4 lässt: kannst Du die DSL Karte nicht mit einer anderen Karte tauschen? Vielleicht verträgt sich die Nexus ja damit besser...
jacky_smith
12.03.2006, 20:20
Ich werde jetzt (die nächsten Tage) noch folgendes probieren:
Slot 1 - bleibt frei
Slot 2 - Terratec Soundkarte
Slot 3 - Fritzcard DSL
Slot 4 - Nexus-S (wie vor den Postings)
Slot 5 - bleibt frei, da offensichtlich problematisch (vielleicht auch defekt)
Slot 6 - Firewirekarte
...Falls Du Lust hast, kannst Du gerne mal die Technik probieren, die ich mit VCR.NET einsetze...vielen Dank für Deine interessanten Hinweise.
Wird leider noch dauern bis ich dazu komme was Neues auszuprobieren. Habe noch einiges aufzuarbeiten; und bin da etwas träge. Habe mich sehr an den Komfort des EPG/Timers von WTV gewöhnt. Auch die Datenqualität der Aufnahmen mit WTV war bis vor Kurzem erstklassig.
Obwohl ich das Einsetzen der Probleme zeitlich mit den höheren Bitraten mancher Sender korreliere, kann das falsch sein und andere Ursachen dafür verantwortlich sein, z.B. die Fragmentierung der Aufnahmeplatte. Die Windows Defragmentierungssoftware scheint mir in Richtung Leseoptimierung bestehender Dateien zu defragmentieren. Der freie Plattenplatz wird wohl nicht mehr so zusammengefasst, wie früher bei einem Reorg. Gibt es ein Defragmentierungs-Utility das in Richtung Schreiboptimierung und Defragmentierung des freien Speichers arbeitet?
Um dieser Problematik auszukommen, habe ich die Datenplatte einfach neu formatiert. Allerdings hat das auch nicht viel genützt. D.h. an der Datenplatte kann es wohl doch nicht liegen. Vielleicht an der Systemplatte? Zu einer Neuinstallation des XP-systems kann ich mich allerdings noch nicht durchringen. Bis es wieder so läuft wie die letzten 2 Jahre gehen einige Wochen ins Land. Und dann war es vielleicht die falsche Spur. Never change a running system? ;)
AntiVir hab ich letzten Herbst auch mal probiert, aber wieder deinstalliert. Das sollte es also auch nicht sein.
Skystar und DVBViewer funktionieren weiterhin wie gewohnt ohne Probleme. Leider ohne CI. Dabei hab ich ein PR... und ein ORF- Abo.
Daher noch diese Fragen: kann VCR.NET mit dem CI der Nexus-S? Funktioniert es mit Hauppauge 2.18c Treiber?
Nochmals, bestenDank für deine Hilfe.
Von wegen OFF Topic. Wir machen doch alles nur damit PjX gutes Datenfutter erhält. ;)
VCR.NET / DVB.NET 2.6 unterstützen CI für die TechnoTrend Premium Karten (e.g. Nexus-S und Nexus-CA). Ich verwende selbst zurzeit wg. PCIe Graphikkarte die TT Software / Treiber in der Version 2.19c, aber die 2.18c sollte es auch tun (hatte ich vorher lange 'drauf).
Am Rande: kann der DVBViewer die Nexus-S? Das wäre mir aber ganz neu...
Und Hinweis: DVB.NET ist nur eine Sammlung von (zum Teil recht mächtigen (http://www.highpaqnet.de/DVDGuide/HTML/stream_manager.php)) Testtools, die nix am System verändern (VCR.NET installiert immerhin einen Dienst). Zum einfach mal spielen kannst Du das problemlos nutzen und wenn es gehen sollte, wird VCR.NET es ziemlich sicher auch tun.
Zum Thema Futter: nach meiner letzten Dienstreise von 10 Tagen im Herbst hatte ProjectX 80GB Futter - da hatte ich eher Angst, es überfrißt sich oder die Platte brennt durch :lol:
Ciao
Jochen
kann der DVBViewer die Nexus-S? Das wäre mir aber ganz neu...Habe beide Karten, Nexus und Skystar. Verwende DVBViewer (nur) für die Skystar. (Früher beide Karten gleichzeitig in einem PC. Ohne Probleme: Skystar mit DVBViewer und Nexus mit WTV3.02. Jetzt habe ich noch einen PC. Nahm die Skystar aus dem alten PC raus und gab sie in den neuen PC rein.) Benutze Nexus hauptsächlich für Sender für die man CI benötigt. Skystar ursprünglich für Mpeg2-HDTV Tests (ProSieben HD), jetzt für die Free-TV Sender mit hohen Bitraten (ZDF und Co). SkyStar mit DVBViewer läuft problemlos, aber leider ohne CI. Nexus mit WTV lief jahrelang problemlos. Seit Ende 2005 leider nicht mehr, sondern mit Aussetzer. Dafür suche ich die Diagnose und Therapie.
Und Hinweis: DVB.NET ... nix am System verändern... Zum einfach mal spielen kannst Du das problemlos nutzen und wenn es gehen sollte, wird VCR.NET es ziemlich sicher auch tun.Du machst mir Mut! Verstehe ich dich richtig, ich soll erst mal nur mit DVB.NET testen und benötige vorerst _nicht_ VCR.NET ?
Du machst mir Mut! Verstehe ich dich richtig, ich soll erst mal nur mit DVB.NET testen und benötige vorerst _nicht_ VCR.NET ?
Ja, im Prinzip ist das volle Funktionalität nur ohne Scheduler, Hibernate/Resume und das ganze drumherum. Alles, was VCR.NET bezüglich der Hardware machen kann, steckt im DVB.NET.
Jochen
@JMS
Danke. Werde es noch diese Woche versuchen und dann berichten.
Gruß
Cela
Im Hintergrund läuft in der Tat nichts resourcenhungriges:
AntiVir, Zonealarm und Antispyware von MS sind die wesentlichen Programme. Aber auch wenn diese abgeschalten werden (geht bei Antivir in der neuen Version nicht mehr) habe ich keinen Unterschied festgestellt.
Die Aufnahmen kommen auf eine vorher defragmentierte 16 GB große freie Partition.
Der Task-Manager zeigt übrigens folgenden Resourcenverbrach an (erster Wertebereich: nur Anzeige des lfd. Bildes auf dem PC-Monitor / zweiter Bereich: das ganze incl. Aufnahme):
WatchTVPro bei max. eingestellten Prioritäten innerhalb des Programms: 1-10% / 10-20%
Nexus-Originalsoftware deutlich mehr mit ca. 50-55% / 55-65%
Gleichwohl gilt der Dank allen, die sich so bemüht haben.
Zufällig hatte ich heute eine Aufzeichnung von drei Sendern parallel (Auftragsarbeiten wie Die Sendung mit der Maus :lol: ). So mal die Daten als Beruhigung, dass Deine Probleme ziemlich sicher nicht an der Nexus-S an sich liegen:
- Dauer: ca. 90 Minuten
- Gesamtgröße: ca. 8,6 GB (wären 13 MBit/s total)
- Bildrate: 11 MBit/s (4,9 ARD + 3,4 BR3 + 2,7 ARTE)
- 8 (= Maximum für die Nexus) Datenströme: 3 x Audio+Video + Originalton (ARTE) + VideoText für Untertitel (ARTE)
Ich habe extra alles mal durchlaufen lassen: ProjectX hat keine Fehler erkannt (ok, dass heißt nix: die Fehler könnten ja auch in den Nutzdaten sein, PX decodiert die Bildinhalte ja nicht). In den ersten Minuten der Aufzeichung habe ich alle drei Sender als TCP/IP Netzwerkstrom parallel zum Schreiben der Datei erzeugt und mit VLC kontrolliert [immer nur einen]. Das alles zusammen lag bei etwa 10% CPU (auf einem relativ guten System mit Pentium D 3GHz) Last - trotz Softwaredecoding durch VLC und der TS Generierung des VCR.NET für drei Zieldateien. Trotz dieser Zusatzaktivitäten keine Fehler in den Aufzeichnungen.
Wenn Du Deine Hardware in den Griff bekommst, hast Du eine gute Lösung auch auf dem PC (wie bereits diskutiert: optimal wäre anders, aber jeder hat ja so seine Bewertungsschwelle, bei der auch Geld eine Rolle spielt :D ).
Schönen Tag
Jochen
RchdSchmidt
20.03.2006, 08:46
Ich habe eine einfache Technotrend-Premium-Karte (hat ca. 136 euro gekostet). Ich habe normalerweise weder mit der PVA-Karte noch mit dem Demultiplexen mit PVAStrumento Probleme. Aber ich darf keines falls gleichzeitig irgend etwas anderes mit meinem Rechner machen, während ich aufnehme, schon gar nicht mit der gleichen Festplatte, auf die ich aufnehme, aber auch nichts, was den Rechner und damit meine Original-Festplatte belastet. Sonst sind meine Aufnahmen regelrecht zerwuzelt, unter Umständen ist kein Bild mehr einwandfrei. Und das, obwohl meine Karte wie vermutlich auch die Nexus einen Decoder eingebaut hat.
Also: den Rechner während der Aufnahme in Ruhe lassen!
Ich würde mal folgende Alternativen zum Weiterarbeiten versuchen:
1. mit PvaStrumento demultiplexen. Hier würde ich einen Versuch machen, bei dem alle Optionen, die kaputte GOPs wegschmeißen, ausgeschaltet sind, und einen, bei dem sie eingeschaltet sind. Kann aber sein, daß sich die Ergebnisse mit den ausgeschalteten Optionen nicht mehr weiterverarbeiten lassen. Aber vielleicht erkennt man damit das Problem.
2. PVA2Mpg2 (oder war es PVA2Mpeg2?) von Technotrend. Dieser macht eine mpg-Datei draus. Und diese kann man - vielleicht - z.B. mit TmpgEnc demultiplexen. Allerdings kann es dann sein, daß der Ton nicht mehr brauchbar oder asynchron ist .
3. Mit PVACut einlesen und anschauen. Vielleicht ergeben sich damit Hinweise.
Richard Schmidt.
Zitat von Cela
Oder ist die Nexus-S da einfach technisch überfordert?
Glaube ich persönlich nicht. Ich habe schon Tests über ein bis zwei Stunden bei gleichzeitiger Aufzeichnung von vier Sender gemacht [ca. 14 MBit/s] oder mehrfach auch HDTV (als es noch MPEG-2 war) ...
...
Habe DVB.NET am vergangenen Wochenende bei mir installiert und damit Test A] gemacht.
Ergebnis:
2h Test A]: viele Fehler!
-> we have 292 warnings/errors (meldet PjX).
Da diese Aufnahmen bei dir ohne Fehler verlaufen, muss es an meiner Konfiguration liegen.
Dann habe ich je 2h ORF1 mit DVB.NET und anschließend mit WTV aufgenommen:
Ergebnis:
2h ORF1 bei DVB.NET als TS:
-> we have 48 warnings/errors (meldet PjX; siehe beigefügte Log-Datei)
Diese 48 warnings/errors betreffen folgende Zeitpunkte in der Aufnahme
00:08:20.080 v a
00:18:15.200 v
00:18:18.000 v a
01:06:17.920 v a
01:18:07.760 v
01:38:06.720 v
01:43:36.880 v
(v ... video, a ... audio).
Mit 7 Rucklern haben Aufnahmen von WTV und von DVB.NET bei mir ungefähr die gleiche Größenordnung an Störungen.
Nach diesen Tests gehe ich von folgendem aus:
Nexus, WTV und DVB.NET sind OK!
die PC Installation muss wohl eine Macke haben!
Welche? Letzten Sommer, bei den Mpeg2-HDTV Tests, war noch alles OK.
Werde folglich wohl eine Neuinstallation von Windows und den Anwendungen durchführen, um den alten, guten Zustand wieder herzustellen.
DVB.NET hat mir bei der Fehler-Diagnose als weitere Software-Option sehr geholfen. Beim ORF1-Test, Aufnahme eines Senders mit ac3- und mp2-Ton, kamen praktisch gleiche Ergebnisse heraus wie mit WTV. Folglich ist das Problem unabhängig vom Aufnahmeprogramm. Besonderes Plus: das CI wurde von DVB.NET ohne weitere Einstellungen sofort erfolgreich benutzt und funktionierte auf Anhieb wie bei WTV. Weiteres Plus: Aufnahme eines ganzen TS bzw. bis zu 8 Streams mit DVB.NET möglich. Das konnte ich bisher mit WTV noch nicht.
Nun noch eine Frage zum Slot für die Nexus-Karte und zur Mehrfachbelegung der IRQs:
Habe 3 Slots zur Auswahl, leider keinen ohne IRQ-Mehrfachbelegung. Ich nenne sie Slot A, B und C. Slot A liegt ganz am Gehäuserand und am weitesten von der CPU, der Grafikkarte und anderen Wärmequellen entfernt. Seit letztem Sommer und den damals fehlerfrei erfolgreichen mpeg2-HDTV Tests ist die Belegung so:
Slot A: IRQ=19 (shared mit USB): Nexus-S
Slot B: IRQ=18 (shared mit gemeinsam mit Ethernet-LAN-Karte): CI-Modul der Nexus (als Dummy; steckt nur mechanisch drin?)
Slot C: IRQ=17 (shared mit Sound-Karte): Skystar 2 (jetzt entfernt und in den neuen PC eingebaut).
LAN kann ich während der Aufnahme deaktivieren, USB wegen der USB-Maus nicht. Die Sound-Karte hatte ich noch nie deaktiviert.
Was ist da das kleinere Übel? Was ist der geeignetste Slot für die Nexus-S?
Um sicher zu gehen, dass das Problem tatsächlich am PC liegt, könnte ich noch die Nexus raus nehmen und die Skystar wieder einbauen und damit einen ZDF-Test mit dem DVBViewer machen. Der müsste dann ähnlich viele Fehler bringen wie der ORF1-Test mit der Nexus? Kann DVB.NET auch mit der Skystar?
Habe DVB.NET am vergangenen Wochenende bei mir installiert und damit Test A] gemacht.
Ergebnis:
2h Test A]: viele Fehler!
-> we have 292 warnings/errors (meldet PjX).
Da diese Aufnahmen bei dir ohne Fehler verlaufen, muss es an meiner Konfiguration liegen.
Dann habe ich je 2h ORF1 mit DVB.NET und anschließend mit WTV aufgenommen:
Ergebnis:
2h ORF1 bei DVB.NET als TS:
-> we have 48 warnings/errors (meldet PjX; siehe beigefügte Log-Datei)
Diese 48 warnings/errors betreffen folgende Zeitpunkte in der Aufnahme
00:08:20.080 v a
00:18:15.200 v
00:18:18.000 v a
01:06:17.920 v a
01:18:07.760 v
01:38:06.720 v
01:43:36.880 v
(v ... video, a ... audio).
Mit 7 Rucklern haben Aufnahmen von WTV und von DVB.NET bei mir ungefähr die gleiche Größenordnung an Störungen.
Nach diesen Tests gehe ich von folgendem aus:
Nexus, WTV und DVB.NET sind OK!
die PC Installation muss wohl eine Macke haben!
Welche? Letzten Sommer, bei den Mpeg2-HDTV Tests, war noch alles OK.
Werde folglich wohl eine Neuinstallation von Windows und den Anwendungen durchführen, um den alten, guten Zustand wieder herzustellen.
DVB.NET hat mir bei der Fehler-Diagnose als weitere Software-Option sehr geholfen. Beim ORF1-Test, Aufnahme eines Senders mit ac3- und mp2-Ton, kamen praktisch gleiche Ergebnisse heraus wie mit WTV. Folglich ist das Problem unabhängig vom Aufnahmeprogramm. Besonderes Plus: das CI wurde von DVB.NET ohne weitere Einstellungen sofort erfolgreich benutzt und funktionierte auf Anhieb wie bei WTV. Weiteres Plus: Aufnahme eines ganzen TS bzw. bis zu 8 Streams mit DVB.NET möglich. Das konnte ich bisher mit WTV noch nicht.
Nun noch eine Frage zum Slot für die Nexus-Karte und zur Mehrfachbelegung der IRQs:
Habe 3 Slots zur Auswahl, leider keinen ohne IRQ-Mehrfachbelegung. Ich nenne sie Slot A, B und C. Slot A liegt ganz am Gehäuserand und am weitesten von der CPU, der Grafikkarte und anderen Wärmequellen entfernt. Seit letztem Sommer und den damals fehlerfrei erfolgreichen mpeg2-HDTV Tests ist die Belegung so:
Slot A: IRQ=19 (shared mit USB): Nexus-S
Slot B: IRQ=18 (shared mit gemeinsam mit Ethernet-LAN-Karte): CI-Modul der Nexus (als Dummy; steckt nur mechanisch drin?)
Slot C: IRQ=17 (shared mit Sound-Karte): Skystar 2 (jetzt entfernt und in den neuen PC eingebaut).
LAN kann ich während der Aufnahme deaktivieren, USB wegen der USB-Maus nicht. Die Sound-Karte hatte ich noch nie deaktiviert.
Was ist da das kleinere Übel? Was ist der geeignetste Slot für die Nexus-S?
Um sicher zu gehen, dass das Problem tatsächlich am PC liegt, könnte ich noch die Nexus raus nehmen und die Skystar wieder einbauen und damit einen ZDF-Test mit dem DVBViewer machen. Der müsste dann ähnlich viele Fehler bringen wie der ORF1-Test mit der Nexus? Kann DVB.NET auch mit der Skystar?
<Kann leider nur kurz antworten, heute Abend schaue ich mal genauer in den Post> Falls Du XP Pro hast, würde ich als erstes einmal das System auf verdächtige Aktivitäten überwachen: über die lokalen Sicherheitsrichlinie im Audio das Process Tracking [keine Ahnung, wie das in Deutsch heisst] aktivieren. Dann siehst Du im Security Ereignisprotokoll, wenn Programme gestartet und beendet werden. Das mal mit einer Aufzeichnung (egal welches Tool) über einige Zeit und den Fehlern darin vergleichen. Ich hatte mal exakt alle 30 Minuten ein WMI Prozess (genauer Name weiss ich nicht) und von Zeit zu Zeit den McAfee.
DVB.NET unterstützt leider nur TechnoTrend Premium Karten und die Nova-SE2 / Nova-S Plus.
Hardwaretechnisch bin ich auch nur Trial-And-Error Laie. Mein Fazit: Nexus-S und USB Maus am selben IRQ ist BAH. Laut anderen (nicht eigenen Erfahrung) dito mit Graphikkarte und Soubd dito. Aber: bei mir war es IMMER 'nur' ein Einfrieren, das mit den vermurksten Aufnahmen war IMMER Windows (oder Jochen).
Bis später
Jochen
Nach diesen Tests gehe ich von folgendem aus:
Nexus, WTV und DVB.NET sind OK!
die PC Installation muss wohl eine Macke haben!
Nicht unbedingt. Du solltest vielleicht wirklich mal diese Prozessüberwachung anwerfen (siehe vorheriger Post). Bei mir war es damals so, dass ich erst überhaupt keine Probleme hat, und dann nach und nach sich periodische Windowsaktivitäten als Aufnahmekiller herausstellten (erinneren tue ich mich im Augenblick an: tägliches DeFrag [BootOptimizer], Systemanalyse [via WMI] im 30 Minuten Takt, McAfee [Update Test] alle 5 Minuten). Aber: all das war vom Anfang an da und erst nach Monaten kam es zu Probleme. Das lag sicher auch an den Platten, aber eine Erklärung alleine ist das nicht. Dieser WMI Systemüberwachungskram (Ursache war da der Hilfe&Support Dienst von Windows) etwa blockierte den Rechner mehrere Sekunden praktisch total. Der wurde zwar nur aktiv, wenn ein Benutzer nichts gemacht hat - aber eine laufende Aufzeichnung gehört leider nicht zur Kategorie Benutzer.
Wie dem auch sei: ich habe vor ein paar Wochen einen neuen Rechner aufgesetzt und mußte bisher nur den BootOptimzer abschalten (tägliches DeFrag). Bei den anderen warte ich, bis es passiert. Ich habe diese Prozessüberwachung immer laufen und hoffe, dass ich dann recht schnell herausfinde, wer der Böse war. Und wo die WMI Logs stehen, weiss ich inzwischen auch (auch da könntest Du mal Zeitvergleiche in den Logs machen [ok, Umrechnen ist nicht ganz einfach, da PX ja nur relative Zeiten zum Beginn der Aufzeichnung anzeigt, aber daran wird es sicher nicht scheitern, oder?], die wären hier: C:\WINDOWS\system32\wbem\Logs - zur Detailanalyse muss man irgendwo in der Registry ein erweitertes Logging anschalten, aber ich weiss nicht mehr wo: kann man immer noch machen, wenn WMI als Verursacher feststeht, etwa Prozeßüberwachung und Hinweise auf WMIPRVSE.EXE oder ähnliche Kandidaten aus C:\WINDOWS\system32\wbem).
Genug geschwafelt!
Bye
Jochen
@JMS
Hallo Jochen,
danke für deine Tipps und Mühe.
Werde erst mal deine Hinweise befolgen und mit Hilfe eines Windows kundigen Kollegen die Prozesse und Logs beobachten. Wenn ich so nicht weiterkomme, werde ich Windows neu installieren (verwende jetzt XP SP2, vielleicht wäre ein Downgrade zu Windows 2000 vorteilhaft?). Scheue mich aber davor, insbesondere vor der Neu-Installation aller lieb gewonnen DVB/DVD-Anwendungen.
Nochmals herzlichen Dank.
Gruß
Cela
...Falls Du XP Pro hast, würde ich als erstes einmal das System auf verdächtige Aktivitäten überwachen: über die lokalen Sicherheitsrichlinie im Audio das Process Tracking [keine Ahnung, wie das in Deutsch heisst] aktivieren. Dann siehst Du im Security Ereignisprotokoll, wenn Programme gestartet und beendet werden. Das mal mit einer Aufzeichnung (egal welches Tool) über einige Zeit und den Fehlern darin vergleichen. Ich hatte mal exakt alle 30 Minuten ein WMI Prozess (genauer Name weiss ich nicht) und von Zeit zu Zeit den McAfee...Kannst du mir bitte den Tipp "über die lokalen Sicherheitsrichlinie im Audio das Process Tracking aktivieren" etwas detaillierter beschreiben. Ich finde den Einstieg nicht.
> Start / Einstellungen / Systemsteuerung / ... ??? oder
> Arbeitsplatz / Verwalten / ... ? oder ???
Danke
Ich probiere es mal (ich habe ein englisches System, kann sein, dass die ad hoc Übersetzungen etwas mau sind - bitte abstrahieren :D ):
1. Systemsteuerung -> Verwaltung -> Lokale Sicherheitsrichtlinien
2. links im Baum: Security Settings -> Local Policies -> Audit Policy
3. rechts Doppelklick auf: Audit Process Tracking
4. darin: Erfolg und Fehler ankreuzen
5. Fertig
Im Ereignisprotokoll Sicherheit sollte es dann beim Start und Beenden jedes Programms jedes Anwenders (also auch Dienste) einen Eintrag 592 (Start) und 593 (Ende) zu Detailled Tracking geben [die Bootphase wird allerdings nicht vollständig erfasst]. Einfach mal nach 5. probieren: Browser starten / schliessen - nun sollte ein 592 und 593 unter Deinem Kontonamen neu drin stehen. Mit Doppelklick öffnen und man sieht den Namen der EXE.
Ok?
Jochen
Deine Übersetzung war schon nahezu perfekt. :)
Bei meiner deutschen Version lauten die Texte so:
> Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Verwaltung
---> öffnet Fenster "Verwaltung"
> Lokale Sicherheitsrichtline
---> öffnet Fenster "Lokale Sicherheitseinstellungen"
> Lokale Richtlinen > Überwachungsrichtlinien > Prozessverfolgung überwachen
---> öffnet Fenster "Eigenschaften von Prozessverfolgung überwachen"
darin ankreuzen:
Erfolgreich, Fehlgeschlagen
Werde es abends am lebenden Objekt probieren. Bin schon gespannt, welcher Prozess sich als Übeltäter ertappen lässt. ;)
... Bin schon gespannt, welcher Prozess sich als Übeltäter ertappen lässt...Der Übeltäter ließ sich gestern Abend noch nicht ertappen.
Das Log der Prozessverfolgung zeigte zwischen Start und Ende der Aufnahme keine weiteren Starts und Stopps von Prozessen. Trotzdem gab es wieder die Ruckler. :(
Fazit: Der/die Übeltäter sind schon an Bord. Nur, wie kann ich sie erwischen?
Schade!
Schau mal in die Logs von C:\WINDOWS\system32\wbem\Logs, ob da irgendwas verdächtiges drin ist (zu den Zeitpunkten, die in Frage kommen).
Jochen
Wenn ein Rechner erst mit der Zeit langsamer wird, also nach der Installation noch flott lief und nach einigen Wochen merkbar langsamer ist, dann kann es an ein paar Logfiles liegen. Speziell die Professional-Versionen protokollieren so ziemlich alles mit, was sie tun. Aber nicht alle diese Files werden auch regelmäßig wieder gekürzt (Stichwort "Log-Rotation"), mit dem Effekt, dass manche Files nach ein paar Wochen oder Monaten riesige Ausmaße angenommen haben, ja oft Richtung 100MB gehen. Wenn Windows nun regelmäßig an die Datei was anhängen will, dann ist es die pure Länge der Files, die das System langsamer macht, z.B. um das Ende der Datei zu finden. Da hilft es oft, die Logfiles mal auszumisten. Manche Logfiles werden auch in einer Art Datenbank verwaltet, da muss es aber auch Möglichkeiten geben, diese auszumisten oder gar neu anzulegen.
Der nächste Punkt ist, wenn die Platte voller wird. Dann werden die Verzeichnisse länger und aus Gründen, die mir nicht einleuchten wollen, ist ein Directory-Zugriff unter Windows immer kreuzlahm. Je mehr Dateien in dem Verzeichnis sind (oder auch mal waren, es spielt keine Rolle, ob sie in der Zwischenzeit wieder gelöscht wurden), desto langsamer der Zugriff. Hier hilft also mal die Platte zu säubern, ungenutzte Files zu löschen und dann anschließend die Platte zu defragmentieren.
Der Defragmentierer, der bei Windows XP dabei ist, taugt leider nicht viel. Besonders lange Dateien kann er nicht defragmentieren, wenn er auf der Platte, genauer gesagt in der gleichen Partition, kein zusammenhängendes freies Stück schaffen kann, das mindestens so groß wie diese Datei ist. Wenn nun mehrere große Dateien, was Videodateien ja meist sind, durch frühere Fragmentierungen quer über die Platte verteilt sind, schafft es das Defragmentierungstool nie, diesen Platz zu schaffen. Denn um Platz für Datei A zu schaffen, müsste man Datei B verschieben, aber um dafür Platz zu haben, müsste man Datei A verschieben. Da beißt sich die Kette in den Schwanz. Somit können diese Dateien (zumindest von diesem Programm) nicht defragmentiert werden. Manchmal hilft, die Defragmentierung einfach ein paarmal hintereinander laufen zu lassen. Mit jedem Durchlauf wird es etwas besser. Aber: wenn am Ende immer noch fragmentierte Dateien übrig sind, dann sieht man zumindest im Bericht, welche Dateien das sind und wieviele Fragmente diese haben. Das können durchaus mal 100000 (in Worten: hunderttausend) Fragmente sein. Hier hilft es oft, diese Dateien vorübergehend auf eine andere Partition zu verschieben, und dann die ursprüngliche Partition nochmal zu defragmentieren. Dabei werden nun die übrigen Daten wieder schön komprimiert und damit viel zusammenhängender freier Platz geschafft. Anschließend kann man die vorübergehend auf die andere Partition ausgelagerten Dateien wieder zurückspielen, und da genügend Platz ist, werden die dort nun am Stück abgelegt.
Man glaubt es kaum, was man durch eine aufgeräumte Platte für einen Geschwindigkeitsgewinn in Windows bekommen kann.
Gruß,
Hagge
...Man glaubt es kaum, was man durch eine aufgeräumte Platte für einen Geschwindigkeitsgewinn in Windows bekommen kann...Danke für deine wichtigen Hinweise und Tipps. Die Unzufriedenheit mit dem Defragmentierer teile ich. Deshalb habe ich die Datenplatte ja leer gemacht und dann einfach neu formatiert. Das hat aber leider die Ruckler bei der Aufnahme nicht beseitigt.
Nachdem bei der Datenplatte alles getan ist, was ich da machen kann, bin ich mit Hilfe und Tipps von JMS dabei zu schauen, welche Windows-Aktivitäten an den Rucklern Schuld sein könnten. Leider bisher erfolglos.
Hinsichtlich Defragmentierung der Systemplatte habe ich noch meine Sorgen. Wenn ich die neu formatiere, dann muss ich natürlich das System neu einspielen. Davor scheue ich mich noch, habe aber schon bei einem Bürokollegen, der viel kundiger ist als ich es bin und je sein werde, angefragt, ob er mir dabei helfen wird. Werde aber vorher noch deine Anregung mit den Log-Files und die Anregung aus dem letzten Posting von JMS aufgreifen und schauen, ob ich mir damit eine Neuinstallation ersparen kann. Da können mir deine Tipps vielleicht weiterhelfen.
Wenn ich um eine Neuinstallation nicht herumkomme, habe ich folgendes vor:
1. eine neue Systemplatte (damit scheiden mechanische Plattenalterung, defekte Blöcke, usw. aus.)
2. eine neue Datenplatte (300 GB), hoffentlich nicht nur neu sondern auch gut. (Im Gehäuse ist nur Platz für 2 Platten.)
3. Auf der Datenplatte 2 Partitions, eine für die Aufnahme, die andere für die Weiterverarbeitung mit ProjectX, Mpeg2schnitt, IfoEdit, DVDlab, PgcEdit, usw.
Dann könnte ich die Aufnahme-Partition vor wichtigen Aufnahmen einfach neu formatieren und mit einer für große Dateien optimalen Blockung einrichten.
Klingt dieses Konzept vernünftig? Wie ginge es noch besser?
Soll die Aufnahmepartition am Anfang der Platte liegen oder eher am Ende?
Wie sollte ich bzgl. Systemplatte vorgehen? Vielleicht 2 Bootpartitionen, eine mit WXP und eine mit W2000? Dann könnte ich ein System neu installieren, aber mit dem anderen System weiterarbeiten. Weiters könnte ich ausprobieren, welche Windowsvariante weniger Probleme liefert. Vielleicht noch eine dritte Partition für sonstige Anwendungen (Office, usw.)?
Oder sollte ich es ganz anders machen?
Gibt es irgendwo einen aktuellen Artikel über Systemtuning und Troubleshooting für DVB-Aufnahmen? JMS- und Hagge-Tipps wären dafür schon ein schöner Anfang! :) Danke.
Eigentlich bin ich nur ein schlichter Anwender, der seinem Hobby nachgeht, und wollte mich damit nicht wirklich befassen. Nun bin ich aber anscheinend mitten drin. ;)
Es hat ein wenig gedauert.
Nun ist das Konzept des vorigen Postings umgesetzt:
1. eine neue Systemplatte und Neuinstallation von WXP sowie der Anwendungen
2. eine neue Datenplatte (300 GB)
3. auf der Datenplatte 2 Partitions, die erste Partition für die Aufnahme, die andere für die Weiterverarbeitung.
ProjectX lasse ich die Aufnahmedaten auf die zweite Partition übertragen. Dort setzte ich dann wie gewohnt fort mit Mpeg2Schnitt, IfoEdit, DVDlab, PgcEdit, usw. Dann mache ich die Aufnahmepartition wieder leer und kann sie jederzeit bei Bedarf, z.B. bei wichtigen Aufnahmen, anstelle einer unbefriedigenden Defragmentierung einfach neu formatierten. Die Aufnahmepartion habe ich mit 64 KB Blockung, die Verarbeitungspartition mit Standard-Blockung formatiert.
Die Aufnahmen funktionieren jetzt wieder so perfekt wie vor einem Jahr! Auch nach vielen Stunden Aufnahmen mit hohen Bitraten (ZDF, 3sat, ORF, usw.) kein einziger Fehler! :)
Über Ostern jeweils mehrere Stunden getestet mit folgenden Kombinationen:
a) Nexus-S, WTV 3.02 (mit CI Support), pva
b) Nexus, VCR.NET (mit CI Support), ts
c) Skystar, DVBViewer GE 1.9.4 (ohne CI Support) und ts
d) FireDTV S/CI, DVBViewer Pro 3.4.9.200 beta (mit CI Support), ts
e) FireDTV S/CI, DVBViewer GE 1.9.4 (ohne CI Support), ts
Die Überwindung der Hemmschwelle und die Mühe der Windows-Neuinstallation hat sich in meinem Fall gelohnt.
Ich richte mich jetzt schon mental auf eine neuerliche Verjüngungskur der Windows-Installation in ca. 1/2 bis 1 Jahr ein. Das ist anscheinend wirklich notwendig.
JMS und hagge,
danke für eure Tipps. Ihr habt mir sehr geholfen.
1. eine neue Systemplatte und Neuinstallation von WXP sowie der Anwendungen
2. eine neue Datenplatte (300 GB)
3. auf der Datenplatte 2 Partitions, die erste Partition für die Aufnahme, die andere für die Weiterverarbeitung.
Ich glaube, da könntest Du noch etwas optimieren. Kannst Du von der Systemplatte nochmal ca. 20-50GB (oder auch mehr) abzweigen und eine zweite Partition einrichten? Dann könntest Du bei der Weiterverarbeitung immer zwischen den Platten hin und her kopieren. Das ist wesentlich effizienter als das Arbeiten mit zwei Partitionen auf der gleichen Platte.
Idee:
1. Systemplatte, Partition 1: Windows und Software (C:)
2. Systemplatte, Partitition 2: demuxte Dateien und fertig aufbereitete Dateien für die DVD (E:)
3. Datenplatte, Partition 1: aufgenommene, unbearbeitete Dateien. (D:)
4. Datenplatte, Partition 2: geschnittene Dateien (F:)
Der Ablauf wäre nun wie folgt: Aufnahme der Filme bzw. überspielen vom Receiver auf D:. Dann Demuxen (ProjectX, PVAStrumento) von D: nach E:. Dann schneiden mit Mpeg2Schnitt von E: nach F:. Dann Authoring von F: zurück nach E:. Brennen dieser Datei auf DVD. Danach kann der Teil von E gelöscht werden.
Warum ist das so sinnvoller? Bei jedem dieser Arbeitsschritte wird ja immer eine riesige Quelldatei gelesen und an eine andere Stelle geschrieben. Das passiert ja nicht auf einmal (erst ganz lesen, dann ganz schreiben), sondern in kleinen Häppchen. Wenn Quelle und Ziel nun auf der gleichen Platte liegen, dann muss der Schreib-/Lesekopf der Platte immer sehr weite Strecken zurücklegen. Hier lesen, Kopf verfahren, dort schreiben, Kopf verfahren, weiterlesen, Kopf verfahren, weiterschreiben, etc. Wenn das ganze noch in verschiedene Partitionen geht, sind die Wege sogar besonders groß, da auf jeden Fall in die andere Hälfte der Platte gefahren werden muss.
Wenn Du aber die Aufteilung wählst wie von mir vorgeschlagen, dann kann die eine Platte immer kontinuierlich lesen und die andere Platte immer kontinuierlich schreiben, *ohne* dass die Köpfe irgendwie verfahren müssen. Das spart einiges an Zugriffszeit ein und schont zudem noch die Plattenhardware.
Gruß,
Hagge
Hallo Cela (und alle interessierten Nutzer),
Ich richte mich jetzt schon mental auf eine neuerliche Verjüngungskur der Windows-Installation in ca. 1/2 bis 1 Jahr ein.Zieh dir von deiner jetzigen Installation ein Image. Änderst du nichts an deiner Hardware ist das System so nach einem unliebsamen Zwischenfall in kurzer Zeit wieder betriebsbereit. Vor jeder "überlegten" Neuinstallation von Software das System vom Image zurückkopieren, neue Software installieren, neues Image anlegen.
Zum testen von Software und zum Surfen im Internet kann man, wenn man keinen zweiten Rechner hat, eine zweite oder dritte Bootpatition anlegen und mit einem Bootmanager (z.B. XOSL) umschalten. So hat man immer eine saubere Arbeitspartition und kann dennoch Software testen und Vieren ausprobieren. :lol: Zerstört man sich die Testpartition kann man sie vom Image schnell wieder restaurieren.
Martin
...Zieh dir von deiner jetzigen Installation ein Image. ...das System vom Image zurückkopieren...neues Image anlegen...Wie?
...eine zweite oder dritte Bootpatition anlegen und mit einem Bootmanager (z.B. XOSL) umschalten. ...Wie?
Das klingt schon sehr fortgeschritten? Jenseits meines operativen Horizonts. Würde ich gerne befolgen, wenn ich wüßte wie. Muss wohl noch einiges lernen! Wo? Wie?
Danke für die Tipps.
Hallo Cela,
ein Image kann man mit Programmen wie PartitionMagic erledigen (ältere Versionen sind hin und wieder auf HeftCD's zu finden). Es gibt sicher auch unzählige andere Programme.
Ein anderer Ansatz wäre den Rechner von einer CD oder Diskette zu booten und dann die Bootplatte mit einem Packer zu packen (versteckte Dateien nicht vergessen). Ich verwende eine Diskette mit Dos und ARJ. Die langen Dateinamen werden mit Doslfn gesichert. Das geht aber nur mit Fat(32) Bootpartitionen. Muß man den Rechner mit einer CD booten (kein Diskettenlaufwerk) kann man z.B. Knoppix verwenden. Es gibt auch ein minimalisiertes WinXP auf CD.
Man kann auf einer Festplatte mit einem Partitionsmanager (PartitionMagic, Windows usw.) bis zu 4 primäre Partitionen erstellen, wovon aber nur eine aktiv sein darf. Das Umschalten der Bootpartitionen übernimmt dann ein Bootmanager (XOSL, PartitionMagic ...).
Das man vor solchen Aktionen seine Daten sichert brauche ich sicher nicht zu erwähnen.
Martin
gsmgrufti
09.05.2006, 22:53
Also, als Image-Programm kann ich Norton Ghost empfehlen (ehemals Drive-Image).
Kostet zwar ~50 €, macht aber Sinn und kann online die Windows-Partition sichern.
2 System zu installieren kann ich nur empfehlen (mit Bootmanager XOSL oder Ranish -> hier (http://www.ranish.com/part/))
-> eine zum Testen,Spiele, etc, die andere als Haupt-BS
-> auch zum restoren easy
Wenn mann die eine bei der Installation der anderen versteckt, bekommt man sogar bei beiden den Laufwerksbuchstaben c: zugewiesen
Bezüglich des Event-Trackings lohnt sich übrigens bei erneutem Auftreten auch 3rdParty SW, die es auch als Trials gibt und für die Zwecke dann zum bewussten Zeitpunkt zu installieren sind (damits dann auch geht), z.b. Event Tracker (http://www.eventlogmanager.com/subpass/confirm-trial.htm)
Zwischendurch sollte man das System allerdings auch immer pflegen (Registry entmisten, alte Programme entfernen, Temp-Dateien entfernen, usw.) -> dann hälts auch länger als 1 Jahr (bei mir jetzt ca 4 Jahre mit 2fachen "Unterbau-Wechsel")
Alles was Symantec geschluckt hat, taugt doch nichts mehr.
Wenn schon Geld ausgeben, dann bitte Acronis True Image.
gsmgrufti
10.05.2006, 18:12
Da hast du schon recht,
ich hab noch die 9.0 -> da haben sie wohl nur den Namen ausgetauscht :D
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