Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dateiendungswirrwar - kann man das auflösen?
TConnect
09.11.2005, 14:03
Hallo zusammen,
da ich relativ neu in der Video-Schnitt-und-mach-was-draus "Branche" bin, bin ich während meiner heutigen Recherche auf so maches Interessantes gestoßen. Dummerweise ist das mit der Stream- und Videomaterie so, dass zwei neue Fragen auftauchen wenn man eine gelöst hat.
Da habe ich z.B. schon seit einem Jahr kräftig meine Lieblingsserien aus dem Fernsehen mitgeschnitten (DVB-T) und mit M2-Edit auch erfolgreich geschnitten (meistens jedenfalls). Doch manche MPEG-Files haben immer zu Fehlern geführt, was dann darauf hinaus lief, diese als "momentan nicht bearbeitbar" irgendwo im Archiv zu vergraben.
Jetzt ist das Archiv (sprich meine Festplatte) voll. Soll vorkommen.
Und bei meiner Recherche über sinnvolle Alternativen bin ich auf ProjektX (opensource-cd.de) und darüber dann wieder auf Mpeg2Schnitt aufmerksam geworden.
Doch statt einfach nur eine MPEG-Datei zu nehmen, zu schneiden, neu abzuspeichern und dann als sVCD zu brennen stolpere ich nunmehr von einem Problem ins nächste. Und ganz besonders deswegen, weil ich absolut keine Ahnung habe, was denn jetzt die ganzen vielen Dateiendungen sollen und welches (Freeware-)Programm denn nun für welchen Folgeschritt zuständig ist.
Kann man das irgendwie mal aufdröseln? So nach dem Motto "Wenn ich dieses und jenes Ausgangsmaterial habe und damit dieses und jenes erreichen möchte muß ich diese und jene Software anwenden".
Meint:
1. Ich habe einen DVB-T Mitschnitt und möchte eine sVCD daraus herstellen. Source-Länge ist 40 Minuten (+/- 3) ohne Werbung.
2. Nimm ProjektX und Muxe die gewünschte .mpg-Datei. Du erhälst zwei neue Dateien mit den Endungen .m2v und .mps
A. Erstellung einer sVCD
3. (und da hört's dann bei mir auf) Nimm Programm Y, setze die Input-Dateien, stelle die Bitrate ein oder lasse sie automatisch so berechnen, dass am Ende eine .mpg-Datei mit der Größe 699MB rauskommt.
B. Erstellung einer DVS (ggf. mit mehreren einzelnen Filmen im Menü)
3. Nimm Programm Z und mach dies und das....
4. (über's Brennen müssen wir nicht mehr reden) ;)
Für Neulinge ist das nämlich echt ganz schön undurchsichtig...
Liebe Grüße
TConnect
Doch statt einfach nur eine MPEG-Datei zu nehmen, zu schneiden, neu abzuspeichern und dann als sVCD zu brennen stolpere ich nunmehr von einem Problem ins nächste. Und ganz besonders deswegen, weil ich absolut keine Ahnung habe, was denn jetzt die ganzen vielen Dateiendungen sollen und welches (Freeware-)Programm denn nun für welchen Folgeschritt zuständig ist.
Kann man das irgendwie mal aufdröseln? So nach dem Motto "Wenn ich dieses und jenes Ausgangsmaterial habe und damit dieses und jenes erreichen möchte muß ich diese und jene Software anwenden".
Dass es so viele Fileformate gibt, liegt schlicht und einfach daran, dass es eben so viele Bild-, Video- und Tonformate gibt. Ja, dieses Thema ist durchaus komplex. Denn die meisten Files, die man so als "Videoformate" kennt, also wie MPEG und AVI, sind eben *keine* Videoformate, sondern nur Container für alles Mögliche.
Beispiel: Wenn man sagt, man hat ein MPEG-File vorliegen, ist damit noch lange nicht gesagt, was da tatsächlich enthalten ist. Das gleiche gilt für
AVI-Files. Das sind nur Container, in denen das unterschiedlichste Material drin liegen kann. Das ist wie wenn man sagt man hat ein Auto. So richtig viel kann man mit der Information noch nicht anfangen. Erst wenn man sagt, was man genau hat, also z.B. einen VW Golf III 1.9l TDI, kann man genauere Dinge dazu sagen, z.B. wie man was daran repariert.
Genauso ist das mit solchen Containern. Auch wenn man bei einem MPEG-File tatsächlich gewisse Dinge ausschließen kann (zum Beispiel erlaubt ein MPEG-Container keine DV-Daten), kann dennoch so allerhand in einer MPEG-Datei drin stecken:
- Video (MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4)
- Audio (AC3, MP2, MP3, DTS, PCM)
- Videotext (TXT)
- Untertitel (SUP)
- Programm-Informationen (PMT)
- Navigationshinweise (NAV)
- Zeitstempel (PTS)
Ein MPEG-File kann entweder nur eines dieser Dinge enthalten, z.B. nur Video. Das ist dann ein sogenannter Elementary Stream. Oder es kann eine Kombination davon enthalten, und das auch noch in verschiedenen Formen. Das sind dann z.B. Program-Streams, Transport-Streams oder DVD-Video-Objects. Das erklärt, dass z.B. das von einem digitalen Satelliten per DVB-S gesendete Format schon irgendwie MPEG-2 ist, es aber eben dennoch erst gewandelt werden muss, bevor man es z.B. auf eine DVD brennen kann.
Vom Satellit kommt nämlich ein Transport-Stream (TS) mit kleinen Datenblöcken, mit PTS, PMT, usw., aber ohne NAV. Auf die DVD muss aber ein DVD-Video-Object (VOB) mit großen Datenblöcken, mit NAV-Paketen, aber ohne PTS, PMT oder TXT. Außerdem muss der Ton verschoben werden. Der kann nämlich bei TS deutlich früher oder später als das Bild im Datenstrom kommen und wird anhand der PTS-Zeitangaben synchronisiert. Bei VOB muss er jedoch mangels PTS ohne Zeitversatz direkt schon synchron mit dem Bild in der Datei stehen.
So, das heißt man muss so eine MPEG-Datei wandeln, indem der Ton verschoben wird, die Paketgröße geändert wird und indem entsprechende Daten weggenommen und andere hinzugefügt werden. Ja richtig, man könnte nun ein Programm schreiben, das genau das macht. Also einen TS in ein VOB umwandelt. Und genau das gibt es auch: das kommerzielle Programm DVR-Studio geht zum Beispiel diesen Weg. Aber dann hat man nur genau diesen einen Fall abgedeckt. Wenn jemand kein VOB haben will, sondern ein MPG für den PC oder DIVX, WMV oder ein anderes Zielformat, dann klappt das mit diesem Programm nicht. Oder wenn eben einer einen normalen MPEG-PS als Ausgangsmaterial hat und keinen TS, dann klappt es auch wieder nicht. Oder wenn er unterwegs den Ton von MP2 nach Dolby Digital wandeln will, ist dies auch nicht möglich. So ein Programm ist also viel zu speziell, wenn auch zugegebenermaßen einfach zu bedienen.
Darum teilt man diese Aufgabe üblicherweise in mehrere Schritte auf: man zerlegt Strom A in seine Bestandteile, diese kann man dann mit beliebigen Werkzeugen verändern (z.B. schneiden, umwandeln) und baut dann hinterher wieder einen Strom B auf. Egal welches Format Strom A hatte oder Strom B haben soll, die Werkzeuge in der Mitte sind immer die gleichen.
Eine ähnliche Idee, nämlich für Sprachübersetzungen, hatte man mal mit der Sprache Esperanto. Anstatt zig Übersetzungsprogramme von Sprache A nach Sprache B direkt zu schreiben, war die Idee, einen Text erst von der Quellsprache in eine Universalsprache, nämlich Esperanto zu übersetzen, und dann von der Universalsprache in die Zielsprache. Wenn man n Sprachen hat, braucht man n*(n-1) Übersetzer, wenn man von jeder in jede Sprache übersetzen will. Bei der Idee mit der Universalsprache braucht es nur noch 2*n Übersetzer. Oder mit Zahlen: Hat man 25 Sprachen, dann braucht es 600 Übersetzungsprogramme, wenn man von jeder in jede Sprache übersetzen will, aber nur 50 Übersetzungsprogramme, wenn man mit der Universalsprache in der Mitte arbeitet. Das ist deutlich praktischer.
Leider sind die menschlichen Sprachen so komplex und nuancenreich, dass das mit dem Esperanto nie so recht funktioniert hat. Aber im Bereich MPEG klappt das mit den aufgesplitteten Einzeldateien, also den Elementary Streams, sehr gut. Diese können sehr gut als "Universalsprache" in der Mitte verwendet werden.
Und es hat noch einen weiteren Vorteil: für jede Phase kann man Spezialprogramme schreiben, die genau diese Aufgabe sehr gut lösen können. Und wenn es das eine Programm nicht tut, dann nimmt man ein anderes Programm. Beispiel: Wenn man ProjectX nicht zum demuxen nehmen will, dann nimmt man PVAStrumento. Wenn man Mpeg2Schnitt nicht zum Schneiden nehmen will, dann nimmt man Cuttermaran. Oder am anderen Ende, beim Authoring für die DVD, da hat man auch die Auswahl zwischen vielen kommerziellen Tools (DVDLab, Premiere, Final Cut, Video Deluxe, Video Studio, DVD-Brennerei, DVD Producer Gold, usw.) und auch freien Tools (IfoEdit, Rejig, GUI for DVDauthor, DVDauthorGUI, usw.). So eine Auswahl, das jeweils für sich am besten passende Programm auszusuchen, hätte man nicht, wenn es nur ein Programm gäbe, das vom Anfang zum Ende alles auf einmal macht.
Leider macht so eine Auswahl alles auch wieder etwas unübersichtlicher, ein Problem, vor dem jeder steht, der in das Thema einsteigt. Hier hat man also wieder das übliche Dilemma, dass eine Abwägung zwischen einfach und universell gemacht werden muss. Das eine schließt das andere leider häufig aus. Zudem ist das Thema Videoschnitt aufgrund der vielen möglichen Formate und der Dynamik, mit der sich alles ständig ändert und weiterentwickelt, nicht trivial. Da muss man wohl leider damit leben und sich etwas in die ganze Materie einarbeiten. Von den "One-Click"-Versprechen, wie sie auf vielen Verpackungen der Videoschnittprogramme schon jetzt zu finden
sind, sind wir wohl immer noch ein ganzes Stück entfernt.
Viele Grüße,
Hagge
TConnect
09.11.2005, 15:32
Hallo Hagge,
danke für die vielen Infos. Ich bin der Meinung, dass Du mit dieser Antwort definitiv vielen Anfängern etwas Wind in die Segel bläst, indem das mal endlich vernünftig erklärt wurde.
Jetzt ist dieses Forum ja gerade für diejenigen gedacht, die sich in irgendeiner Form was auf die Platte gezogen haben (DVB-T, DVB-S oder ganz einfach analog über einen Capture) und diese Leute (ich) haben in der Regel ganz gezielte Bedürfnisse. Meint: Es wird wahrscheinlich nur eine handvoll Varianten geben, die zwischen den n*(n-1) vorzufinen sind. nicht zuletzt wird dies auch bestimmt durch die entsprechenden Zielmedien (eben CD-Rom oder DVD; später ggf. auch BlueRay oder HD-DVD).
Das Problem für einen Beginner (ob blutig oder nicht) besteht also darin, die für genau seinen Zweck richtigen Programme zu finden. Hier mal ein Brainstorming:
Was kann ich vorfinden:
A. MPEG2 Datei aus (DVB-X)
B. AVI
C. anderes Format
Wie kann ich es auflösen
1. In ein Universalformat (ggf. m2v+mp2)
2. Reine Formatumwandlung
Wie kann ich es wegschreiben (oder fremdverfügbar machen)
I. als VCD
II. als SVCD
III. als DVD
Mein persönliches kurzfristiges Interesse liegt in
A 1 II
Mein längerfristiges Interesse liegt in
A 1 III
Der Hintergrund ist ganz einfach: Hab an meinem Rechner schlichtweg nur nen CD-Brenner und nehme mit Vorlieben Serien wie CSI oder Monk auf, die ich jeweils pro Folge exakt auf einer SVCD lagern möchte.
Was ich habe ist A 1
Mir fehlt noch ein Programm (möglichst Freeware), das die m2v+mp2 Dateien zusammenschreiben kann und mir das ganze schön formatgerecht auf 699 MB bringt (also siehe II).
Nun meine Frage zu diesem speziellen Anliegen: Welche Software konkret?
Ich hab schon einiges downgeloadet, aber nix akzeptiert m2v Files als Input...
Liebe Grüße
TConnect
Falls Du es mit Freeware versuchen willst, probier es mal mit Avidemux:
http://www.videohelp.com/tools?tool=AviDemux
Für Anfänger 10x einfacher wäre allerdings TMPEGnc...
http://www.tmpgenc.net/e_main.html
Diese Version (free) erlaubt aber mpeg2 nur für 30 Tage danach geht nur die Plus Version:
http://www.pegasys-inc.com/en/product/tp.html
Meine Empfehlung wäre aber gleich auf A 1 III umzusteigen...
TConnect
09.11.2005, 16:26
Hallo Borax,
ich hatte mir schon vor Deiner letzten Message die Software TMPGEnc 2.524 gezogen und installiert. Diese jedoch akzeptiert ums Verrecken keine m2v Dateien im Input. Das mp2 File kann ich als Input aber auswählen. Nur was nützt mir das, wenn das .m2v File nicht akzeptiert wird? Ideen?
Grüße TConnect
rzangerl
09.11.2005, 16:55
Hallo TConnect,
bis vor zwei Jahren habe ich auch noch über analoges Capturen VCDs erstellt.
Eine Zeitlang habe ich auch nach Kauf meines ersten DVD-Brenners auch auf diese Art und Weise Video-DVDs hergestellt.
Da ich aber auf diese Art keine DVD in anamorphen 16:9 bzw. mit Dolby-Digital-Ton selbst herstellen konnte, habe ich mir eine DVB-S-Karte mit CI-Modul-Einschub gekauft. Meine Hauptaufnahmequelle ist Premiere-Film.
Das direkte Streamen auf die Festplatte hat den großen Vorteil, dass ich die Qualität zur Verfügung habe, die der Sender anbietet. Und solange die Bildauflösung sich in der DVD-Norm befindet, muss ich auch keinen Film neu rendern, was meistens je nach Rechnerleistung doch einige Stunden in Anspruch nehmen kann.
Soweit ich es mitbekommen habe, bei DVB-T-Karten ist in einigen (vielen?) Fällen kein direktes Streamen möglich, sondern es wird wieder ein Composite-Signal ausgegeben, dass dann wiederum erst wieder digitalisiert werden muss (analoges Capturen).
Meine DVB-S-Karte ist von Hauppauge. Zum Aufnehmen bentze ich allerdings Watch-TV (kostenpflichtig)
Diese Karte bzw. Software gibt eine MPEG-Datei aus. Mithilfe von ProjextX wird diese Datei demuxxed und evtl. von kleineren Fehlern befreit, Ich habe dann eine mpv-Datei (nur Video), eine mpa (Audio-Datei im Mpeg-Format) und/oder eine weitere Audio-Datei im AC3-Datei (Dolby-Digital-Format).
Wenn Du Dich einmal zu bestimmten Programmen entschlossen hast, wirst Du sowieso nicht mehr mit so vielen Begriffen zu tun haben.
Geschnitten werden die mpv- und die mpa-Dateien von mir mit Cuttermaran.
Allerdings benötigt Cuttermaran --> Dotnet bzw. ProjectX --> Java zum Selbstcompilieren. Der Author von ProjectX darf aus rechtlichen Gründen sein Programm nur uncompiliert verbreiten und das sollte m. E. auch respektiert werden.
Für die eigentliche DVD-Herstellung verwende ich DVD-Lab, dass allerdings in der Pro-Version ziemlich teuer ist und nur in Englisch zur Verfügung steht. Entweder verwendete ich die Brennroutine von DVD-Lab, aber meistens brenne ich nach der letzten Überprüfung die fertige DVD mit Nero.
Es gibt allerdings auch für das Authoren von DVDs Programme als Freeware.
Das Aufnehmen eines Filmes (streamen) beansprucht die meiste Zeit für die DVD-Bearbeitung.
Normalerweise sammle ich nur Spielfilme. Auf eine DVD bekomme ich normalerweise je nach Länge bzw. Datenraten entweder 1 oder 2 Spielfilme auf eine DVD. Allerdings habe ich es auch schon geschafft, bis zu 12 Folgen einer Serie ohne neues Rendern (Umwandeln) auf eine DVD zu brennen.
Meine Methode ist zwar insbesondere in der Anschaffung nicht ganz billig. Auch benötige ich natürlich einen Premiere-Vertrag. Aber ich habe es bis heute nicht bereut, dass ich diesen Weg nun eingeschlagen habe, so dass ich weder auf DVB-C bzw. DVB-T angewiesen bin.
Wie Du feststellen kannst, bin ich ein überzeugter DVB-S-Anhänger. Aber leider können manche aus bestimmten Gründen diese Empfangsmöglichkeite nicht nutzen.
Gruß
Rainer
@ hagge
Alle Achtung, Deine Erläuterungen sind einfach Spitze. Man lernt eben nie aus.
TConnect
09.11.2005, 17:09
Ich kann DVB-s Nicht nutzen, weil ich die Technik im Büro installiert habe. Nun, wie man das halt so hat, ist natürlich der DVD-Brenner in einem anderen PC verbaut. Letztlich wäre es mir auch gleich, wie genau ich vorgehe. Mein begrenztes Zeitpensum läßt eigentlich nur eines zu: Dass mir jemand mal konkret sagt, was ich machen muß. Wie beim Kochen halt.
Wie gesagt, ich habe ja bereits mit ProjektX und Mpeg2Schnitt zwei Dateien erzeugt (Video und Audio mit den Endungen .m2v und .mp2). Die Dateien sind fertig geschnitten und liegen vor.
Wenn ich das richtig gelesen habe, hast Du *nach* dem Demuxen Deiner MPEG Datei mit ProjektX zwei Dateien (.mpv und .mpa). Warum habe ich dann bei der selben Software .m2v und .mp2? Meine Dateien werden z.B. von TMPGEnc nicht als Input akzeptiert...
Liebe Grüße
TConnect
Wie gesagt, ich habe ja bereits mit ProjektX und Mpeg2Schnitt zwei Dateien erzeugt (Video und Audio mit den Endungen .m2v und .mp2). Die Dateien sind fertig geschnitten und liegen vor.
Wenn ich das richtig gelesen habe, hast Du *nach* dem Demuxen Deiner MPEG Datei mit ProjektX zwei Dateien (.mpv und .mpa). Warum habe ich dann bei der selben Software .m2v und .mp2?
Beides lässt sich in P.X konfigurieren (irgendwo in den Einstellungen) und bedeutet in diesem Fall ausnahmsweise auch genau das Gleiche. Die Extensions bedeuten:
.MPV = MPEG-Video
.MPA = MPEG-Audio
Diese Angaben sind halt recht allgemein, so dass man nicht weiß ob beim Video MPEG-1, MPEG-2, usw. und beim Ton MP2, MP3, usw. eingesetzt wird. Darum benutzen manche Programme eine etwas andere Namenskonvention, aus der das Format etwas präziser hervorgeht:
.M1V = MPEG-1-Video
.M2V = MPEG-2-Video
.MP2 = MPEG-1-Layer-2-Audio
.MP3 = MPEG-1-Layer-3-Audio
Das ist ganz offensichtlich etwas klarer. Bei DVB-x ist es aber eigentlich immer MPEG-2 und MP2, insofern gilt in diesem Fall: .MPV=.M2V, .MPA=.MP2. Ich persönlich bevorzuge .M2V und .MP2 und habe den entsprechenden Schalter bei Project.X gesetzt.
Was Dein Problem mit dem Rezept angeht. Das ist schwierig, da es eben mehrere Möglichkeiten gibt. Dein Weg über ProjectX und Mpeg2Schnitt ist ja auch nur einer von mehreren möglichen Wegen. Du hättest alternativ auch z.B. PVAStrumento und Cuttermaran nehmen können.
Es kommt für Dich also darauf an, wie Du nun weiter verfahren willst. Ein kostenloser Weg in Richtung DVD wäre z.B. GUI for DVDauthor (GfD). Dort kannst Du die obigen Dateien einladen, hübsche Menüs erstellen und dann eine DVD-Struktur erstellen lassen, die sich direkt mit einem beliebigen DVD-Brennprogramm (z.B. Nero) auf DVD brennen lässt. In Deinem speziellen Fall könntest Du diese Datenstruktur vorher noch per Netztwerk auf den PC mit dem DVD-Brenner überspielen.
Aber genau da sieht man die Grenzen für so ein Rezept. Dieser Fall mit dem Rüberkopieren auf einen anderen PC gibt es so eigentlich nur bei Dir. D.h. dieser Schritt wird *nie* in irgendeinem schrittweisen Rezept vorkommen. Und wenn Du eben statt GfD irgendein anderes Authoringprogramm verwendest, dann geht auch alles wieder anders.
Hier gilt eben: flexibel sein = viele Möglichkeiten haben = unübersichtlich = viel lesen und sich für eines entscheiden.
Auch Borax hat Dir jede Menge Tipps für Tools gegeben, wie es nun weiter gehen kann. Jeder hat da seine eigenen Vorlieben und keiner von uns weiß, was Du erwartest. Zum Beispiel ob Du lieber einen gewissen Geldbetrag investierst und dafür eine komfortable Lösung hast, oder ob Du lieber mit freien und kostenlosen Programmen arbeiten willst, die aber dafür möglicherweise erfordern, dass man etwas tiefer in die Materie einsteigen muss.
Da hilft nur: schau Dir die Tools mal an, vergleiche, und entscheide Dich dann für Deinen persönlichen Weg.
Tschau,
Hagge
rzangerl
09.11.2005, 17:45
Hallo TConnect,
sorry, ich wollte Dich nicht verwirren. Ich habe unter dem Reiter EXTERN eben für die Video-Datei die Endung .mpv bzw. für die Audio-Datei .mpa gewählt.
Für Datei-Endungen, die nichts direkt mit dem Betriebsystem zu tun haben, gibt es praktisch keine "Normungen". Die können die Programmierer mehr oder weniger frei wählen und damit die Begriffsverwirrungen noch steigern.
Wenn es Dich interessiert, was hinter bestimmten Mediendaten steckt, google mal nach dem Programm gspot. Dieses Programm gibt Dir Auskunft über "Inhalte" von Medien-Dateien.
Gruß
Rainer
Oops, hagge war schneller und präziser.
Stimmt. Fast vergessen...
Nativen MPEG2 support hat nur die kommerzielle TMPEnc Plus.
Bei TMPGEnc free, musst Du mit dvd2avi erst eine d2v Datei (eine Art Index) erstellen (geht sehr schnell) und diese d2v in TMPGEnc einfügen.
Oder besser gleich die Plus nehmen. Läuft AFAIRC auch 30 Tage als Demo.
Vielleicht noch ein anderer Hinweis. Falls man statt Mpeg2schnitt Cuttermaran benutzt kann das Muxen zu mpg direkt per eingeschaltem Muxer beim Schnitt erfolgen.
Kann Mpeg2schnitt auch.
War hier aber nicht die Fragestellung...
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